APA/ULRIKE INNTHALER

MFG trennt sich von Kärnten-Chef

14. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Wenige Stunden vor der Klausurtagung am Samstag in Salzburg hat der Bundesvorstand der MFG Österreich Alexander Todor-Kostic von seiner Funktion als Kärntner Landessprecher enthoben.

In einem Schreiben wurde dem Rechtsanwalt "parteischädigendes Verhalten" vorgeworfen. Den Vorwurf bezeichnete der Betroffene in einer Aussendung als "völlig unerklärlich". Mit ihm geht "aus Solidarität" auch das gesamte Vorstandsteam Kärntens.

Streit über Rauswurf 

Dem Hinauswurf war eine heftige Diskussion um eine Reform des Parteistatuts zur Einbindung der Landesorganisationen und der Begründung klarer ordentlicher Mitgliedschaften mit transparenten Stimmrechtszuweisungen vorangegangen. "Man kann nicht im Parteiprogramm basisdemokratische Werte und egobefreites Handeln einfordern, sich selbst auf Führungsebene aber hinter einem autokratischen Führungsstil und Machtpositionen verschanzen", so Todor-Kostic in einer ersten Reaktion.

"Mir tut diese selbstschädigende und für das Image der ganzen Bewegung sicher nicht förderliche Entscheidung des Bundesvorstandes wirklich leid, vor allem für unser Team von hervorragenden, hoch motivierten und ehrenamtlich voll für die Sache brennenden Mitarbeitern und Mitgliedern. Allein um diese und viele andere, auf die Werte der MFG setzenden Wegbegleiter und Sympathisanten nicht zu enttäuschen, musste ich von der MFG-Spitze Transparenz und Authentizität einfordern, was unerklärlicherweise abgelehnt wurde."

Rechtlich dagegen vorgehen - danach austreten

Todor-Kostic kündigte an, gegen diese "ungerechtfertigte, rufschädigende und inhaltlich nicht nachvollziehbare Entscheidung" rechtlich vorzugehen, um dann freiwillig aus der MFG auszutreten, da eine weitere Zusammenarbeit mit der MFG-Führungsspitze für ihn "nicht mehr vorstellbar ist".

Über seine politische Zukunft sagte der 58-Jährige noch nichts Genaues: "Wir haben im letzten Jahr in Kärnten Tausende Menschen kennengelernt, die sich für Demokratie, Freiheit, Selbstbestimmung und eine menschenwürdige Zukunft einsetzen und haben uns untereinander vernetzt. Dieses Potenzial ist und bleibt da. Wir werden sehen, welche Dynamiken sich hier noch ergeben, sind jedoch zuversichtlich, dass gemeinsam noch sehr viel möglich ist."

Quelle: Agenturen / Redaktion