Honduras: Trump-Kandidat Asfura im Präsidentenamt
Die US-Botschaft in Honduras sprach von einem Neubeginn. "Heute beginnt ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Honduras mit Chancen, gemeinsam bei Sicherheit, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und der Stärkung unserer Beziehungen voranzukommen", teilte die US-Botschafterin auf X mit.
Asfura hatte die Präsidentenwahl Ende November mit 40,27 Prozent der Stimmen knapp vor dem Liberalen Salvador Nasralla gewonnen. Wegen Unregelmäßigkeiten verzögerte sich die Auszählung über mehr als drei Wochen, aus mehreren Lagern wurden Betrugsvorwürfe erhoben. Armut, Drogengewalt und Korruption zählen zu den größten Problemen des mittelamerikanischen Landes.
Der 67-jährige Bauunternehmer Asfura kündigte an, große Infrastrukturprojekte umzusetzen und die Zusammenarbeit mit den USA zu vertiefen. Zudem will er die diplomatischen Beziehungen zu China abbrechen und stattdessen wieder die demokratische Inselrepublik Taiwan unterstützen.
Der Ex-Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa tritt die Nachfolge der linken Präsidentin Xiomara Castro an, die seit 2022 als erste Frau an der Staatsspitze regiert hatte. Sie ist die Ehefrau des 2009 gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya. Nach dem Putsch war mehr als ein Jahrzehnt lang die rechte Nationalpartei an der Macht – jene Partei, der Asfura angehört und die von Trump unterstützt wird.
Zusammenfassung
- Nasry "Tito" Asfura wurde nach einem knappen Wahlsieg mit 40,27 Prozent der Stimmen und einer mehr als dreiwöchigen Auszählungsphase als Präsident von Honduras vereidigt.
- US-Präsident Donald Trump unterstützte Asfura offen im Wahlkampf und die US-Botschaft spricht von einem "Neubeginn" in den bilateralen Beziehungen.
- Asfura kündigte an, die diplomatischen Beziehungen zu China abzubrechen, stattdessen Taiwan zu unterstützen und große Infrastrukturprojekte umzusetzen.
