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Hofer/Strache-Foto für Abwerzger "nicht unbedingt geschickt"

02. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

"Das ist nicht unbedingt geschickt, das auf Twitter zu veröffentlichen. Denn dann hat das ein gewisses Statement. Und das braucht's nicht", erklärte Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger.

Dass der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer in der vergangenen Woche auf Social Media ein gemeinsames Foto eines privaten Treffens mit Ex-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache gepostet hatte, sorgt für wenig Begeisterung bei Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger. "Das ist nicht unbedingt geschickt, das auf Twitter zu veröffentlichen. Denn dann hat das ein gewisses Statement. Und das braucht's nicht", sagte Abwerzger im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch.
 

"Heinz-Christian Strache hat momentan ohnehin andere Probleme"

Dass sich Hofer mit dem langjährigen und mittlerweile aus der Partei ausgeschlossenen blauen Ex-Frontmann privat treffe und sich mit ihm austausche, halte er aber für "gut und richtig", so Abwerzger. Dies gelte für alle Menschen, die in der Vergangenheit einen Disput miteinander gehabt hätten. Auch er praktiziere das so. Die Bundespartei habe aber in Sachen Strache eine "klare Linie", hinter der er auch stehe. Es liege ein Parteiausschluss vor, daher "stellt sich das Thema nicht", so der Tiroler FPÖ-Obmann in Hinblick auf eine mögliche Annäherung. "Heinz-Christian Strache hat momentan ohnehin andere Probleme. Ich hoffe, dass alles gut für ihn ausgeht", meinte Abwerzger in Bezug auf diverse strafrechtliche Causen des früheren Vizekanzlers.

Treffen

"Politik ist wichtig. Aber Freundschaft ist noch wichtiger. Wir haben uns heute getroffen und ein gutes, menschliches Gespräch gehabt. Danke dafür", hatte Hofer zu dem Foto, auf dem beide in die Kamera lächeln, geschrieben. Ein Statement der Parteispitze in Form von Generalsekretär Michael Schnedlitz folgte prompt. Dieser betonte, dass damit "keinerlei Änderungen des Verhältnisses sowie der Einstellung der FPÖ" zu Strache verbunden seien. Schnedlitz bezeichnete das Treffen "reine Privatinitiative".

Quelle: Agenturen / moe