Hofburg-Rennen: Einreichschluss bei Wahl der Rekorde

01. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Die Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl am 9. Oktober müssen bis spätestens Freitag, 17 Uhr, ihre Wahlvorschläge bei der Bundeswahlbehörde einreichen. Der Stimmzettel dürfte so voll wie noch nie werden. Van der Bellen und Staudinger reichen ihre Unterschriften am Freitag ein.

Damit der Vorschlag Gültigkeit hat, müssen ihm mindestens 6.000 Unterstützungserklärungen beigegeben werden - sowie ein Kostenbeitrag in Höhe von 3.600 Euro. Der Großteil der Kandidaten hat die Unterschriften bereits abgegeben. Am Freitagvormittag wird das auch Amtsinhaber Alexander Van der Bellen tun.

Der ehemalige Grünen-Chef ist der einzige der aussichtsreichen Hofburg-Aspiranten, der sich zu der Zahl der gesammelten Unterstützungserklärungen noch nicht geäußert hat. Dass der Präsident die Hürde von 6.000 Unterschriften locker überspringt, daran besteht kein Zweifel. Wie viele Wahlberechtigte seine Kandidatur unterstützen, wird der 78-Jährige Volkswirt anlässlich der Übergabe der Unterschriften an die Wahlbehörde am Freitag bekannt geben.

Stimmzettel voll wie noch nie

Geschafft haben die Hürde nach eigenen Angaben auch weitere sechs Kandidaten, der Stimmzettel dürfte mit sieben Bewerbern lange wie nie zuvor werden. Zuletzt hatte der "Waldviertler"-Schuhfabrikant Heinrich Staudinger berichtet, genug Unterschriften - mehr als 9.000, gab er Donnerstagnachmittag bekannt - zu haben. Er wird sie der Wahlbehörde Freitagnachmittag vorlegen.

Bereits die Kandidatur eingereicht haben Bierpartei-Gründer Dominik Wlazny (etwas mehr als 6.000 Unterschriften), der frühere FPÖ- und BZÖ-Politiker und jetzige Blogger Gerald Grosz (mehr als 9.000), der von der FPÖ nominierte Volksanwalt Walter Rosenkranz (18.500), MFG-Chef Michael Brunner (rund 15.000) sowie der Rechtsanwalt und Ex-"Krone"-Kolumnist Tassilo Wallentin 18.000 Unterschriften vorgelegt.

Freitag und Samstag werden die Unterstützungserklärungen von der Wahlbehörde geprüft und gezählt. Kandidaten, die zu wenig haben, können um eine Nachfrist bis Dienstag ansuchen. Ob diese gewährt wird, entscheidet die Behörde am Samstagabend. Auch zahlreiche Privatpersonen und Vertreter kleinerer Initiativen haben versucht, auf den Stimmzettel zu kommen - von ihnen dürfte es voraussichtlich niemand schaffen.

Quelle: Agenturen