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Hisbollah-Chef lehnt Kapitulation ab - Gefechte mit Israel

Heute, 18:40 · Lesedauer 3 min

Die Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon hat angekündigt, sich der "israelisch-amerikanischen Aggression" entgegenzustellen. Die Hisbollah werde nicht "kapitulieren", sagte der Chef der vom Iran finanzierten Gruppe, Naim Qassim, am Mittwochabend in einer Rede, die auf dem Fernsehsender seiner Partei ausgestrahlt wurde. Der "Aggression" werde die Hisbollah "bis zum äußersten Opfer" entgegentreten. Zuvor hatte die Miliz von direkten Gefechten mit Israel im Südlibanon berichtet.

Es war Qassims erste Rede seit Beginn des US-israelischen Angriffs auf den Iran am Samstag. Am Montag begann die Hisbollah damit, Ortschaften und Städte im israelischen Grenzgebiet mit Raketen und Drohnen anzugreifen. Israel reagierte sofort mit Gegenangriffen auf Hisbollah-Ziele, darunter in den Hochburgen der Miliz im Süden von Beirut und im Südlibanon.

Die israelische Armee drang UNO-Kreisen zufolge in mehrere Dörfer im Südlibanon vor. Israelische Streitkräfte seien am Mittwoch "in mehreren Dörfern präsent, darunter Kfar Kila, Houla, Kfar Shouba, Yaroun und Khiam", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen der UNO-Mission UNIFIL.

Ihre Kämpfer hätten "einen Sprengsatz gezündet" und sich "direkte Gefechte" mit den israelischen Streitkräften geliefert, erklärte die Schiiten-Miliz am Mittwoch. Die Zusammenstöße ereigneten sich demnach im rund sechs Kilometer von der Grenze entfernten Ort Khiam.

Bei den jüngsten israelischen Angriffen auf Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon sind nach libanesischen Behördenangaben 72 Menschen getötet worden. 437 Menschen seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Die Zahl der Vertriebenen gab das libanesische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit mehr als 83.800 an.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Israel hatte seine Militäroffensive im Libanon gegen die schiitische Hisbollah-Miliz am Vortag ausgeweitet. Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Dienstag die Einrichtung einer Pufferzone zum Schutz von Gemeinden im israelischen Grenzgebiet an. Katz zufolge wurden die israelischen Streitkräfte angewiesen, "vorzurücken und weitere strategische Stellungen im Libanon unter Kontrolle zu bringen".

Seit Montag werden Ortschaften und Städte im israelischen Grenzgebiet von der Hisbollah mit Raketen und Drohnen angegriffen. Israel reagierte sofort mit Gegenangriffen. Die Hisbollah wird vom Iran finanziert und ist wie die Hamas im Gazastreifen und die Houthi im Jemen Teil von dessen "Achse des Widerstands". Erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Zusammenfassung
  • Die Hisbollah im Libanon lehnt laut ihrem Chef Naim Qassim eine Kapitulation ab und will der "israelisch-amerikanischen Aggression" bis zum Äußersten entgegentreten.
  • Seit Montag greift die Hisbollah israelische Grenzorte mit Raketen und Drohnen an, während Israel mit Gegenangriffen auf Hisbollah-Ziele im Libanon reagiert und dabei laut libanesischem Gesundheitsministerium 72 Tote und 437 Verletzte verursacht hat.
  • Mehr als 83.800 Menschen wurden im Libanon vertrieben, nachdem die israelische Armee laut UNO in mehrere Dörfer im Südlibanon vorgedrungen ist und die Offensive gegen die Hisbollah ausgeweitet hat.