APA - Austria Presse Agentur

Hilfsorganisationen fordern Kurswechsel in der Asylpolitik

09. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Einen Kurswechsel in der Asylpolitik fordern Caritas, Diakonie und Österreichisches Rotes Kreuz: Die neue Bundesregierung möge sich auf die Werte der Genfer Flüchtlingskonvention rückbesinnen - und angesichts der eskalierenden Situation in Afghanistan humanitäre Aufnahme besonders gefährdeter Menschen ermöglichen, betonte sie in einer gemeinsamen Aussendung zum Tag der Menschenrechte morgen, Freitag.

Am 10. Dezember 1948 wurde von der UN-Generalversammlung - in Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs - die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" verkündet. Im Gedenken daran wird jährlich der Internationale Tag der Menschenrechte begangen.

84 Millionen Menschen gelten weltweit als vertrieben, aber es gebe fast keine legale Einreisemöglichkeit für Schutzsuchende in andere Länder, betonte Caritas-Präsident Michael Landau in der gemeinsamen Aussendung der drei großen Hilfsorganisationen. "An den Außengrenzen kommt es mittlerweile ganz offen zu Pushbacks, die Situation in Afghanistan droht völlig zu eskalieren." Dennoch sei die türkis-grüne Regierung bisher den vielen Rufen, humanitäre Aufnahme ausgewählter, besonders gefährdeter Menschen zu ermöglichen, nicht gefolgt. Das müsse sich nun ändern, forderten Caritas, Diakonie und Rotes Kreuz.

Armutskonferenz und Amnesty International Österreich nahmen den Tag der Menschenrechte zum Anlass, um am Donnerstag in einer gemeinsamen Aussendung auf die Aufnahme der sozialen Menschenrechte in die Verfassung zu drängen. Dies verlangte auch Volksanwalt Bernhard Achitz (SPÖ): "Wir müssen die sozialen Menschenrechte stärken. Wenn wir sie in der österreichischen Verfassung festschreiben, werden sie besser durchsetzbar", betonte er in einer Aussendung.

Quelle: Agenturen