Hamas nutzte Emojis als Startsignal für Überfall auf Israel
Um welche Emojis es sich konkret handelte, wurde nicht bekanntgegeben. Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen hatten bei dem Massaker mehr als 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall auf den jüdischen Staat löste den Gazakrieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 72.000 Palästinenser getötet.
Die Zeitung "Jerusalem Post" berichtete, die Hamas-Kämpfer hätten sich nach Erhalt des Emoji-Signals zu Moscheen oder festgelegten Sammelstellen im Gazastreifen bewegt. Dort hätten sie Anweisungen erhalten, Kampfausrüstung von zu Hause oder aus vorrätig gehaltenen "Kampftaschen" abzuholen.
Als Teil der Vorbereitungen auf den Überfall hätten die Hamas-Angreifer sich auch mit israelischen SIM-Karten ausgerüstet, berichtete das Nachrichtenportal "ynet". Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hatte nach Medienberichten am Vorabend des 7. Oktober bemerkt, dass im Gazastreifen mehrere Dutzend SIM-Karten aktiviert wurden, darunter auch israelische. Shin Bet habe daraufhin den Militärgeheimdienst informiert. Bei Beratungen sei man jedoch zu dem Schluss gelangt, dass es sich nicht um einen außergewöhnlichen Vorfall handelt.
Frühere Einsätze von Emoji-Signalen
Die Emojis wurden laut N12 auch bei zwei vorherigen Angriffsversuchen der Hamas verschickt, die aber letztlich nicht in die Tat umgesetzt wurden. Die Informationen zum Einsatz der Emojis seien mehr als zwei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker von der Militärzensur zur Veröffentlichung freigegeben worden, hieß es in den Berichten.
NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte Montagabend im außenpolitischen Ausschuss des Parlaments, dass die internationalen Bemühungen im Nahen Osten vom Bemühen um humanitäre Verbesserungen und Stabilität geprägt seien. Bei einer Reise in die Golfregion habe sie wichtige österreichische Interessen und die regionalen Konflikte ansprechen können.
In der Gaza-Frage gehe es jetzt um die Entwaffnung der Hamas, diese setze aber funktionierende Strukturen voraus, sagte Meinl-Reisinger. Die Rolle des von US-Präsident Trump initiierten "Board of Peace" sehe sie dabei kritisch. Österreich könne an diesem aufgrund internationaler Verträge nicht teilnehmen.
Bezüglich Syrien versicherte die Ministerin, dass Wien in allen Gesprächen mit Damaskus auf die Wichtigkeit des Minderheitenschutzes und der Verbesserung der Lage der Frauen hinweise. Außerdem werde die Auszahlung von Hilfsgeldern an klare Vorgaben geknüpft.
Zusammenfassung
- Die Hamas hat laut israelischen Medienberichten am 7. Oktober 2023 Emojis als geheimes Startsignal für den Überfall auf Israel genutzt, wobei die Emojis auf den Handys der Eliteeinheit 'Nuchba' gefunden wurden.
- Beim Angriff wurden mehr als 1.200 Menschen in Israel getötet und über 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt, während im anschließenden Gazakrieg laut Hamas-Gesundheitsbehörde über 72.000 Palästinenser starben.
- Die Angreifer nutzten zur Vorbereitung israelische SIM-Karten und erhielten nach dem Emoji-Signal an Sammelstellen im Gazastreifen Anweisungen und Ausrüstung.
