APA - Austria Presse Agentur

Glawischnig über Wechsel zu Novomatic: "Es war Trotz dabei"

15. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Der Wechsel der Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig zur Novomatic sorgte damals für Aufsehen. Den Wechsel begründet sie in "Pro und Contra" mit Groll auf ihre Partei. Nun verlässt Glawischnig die Novomatic.

Am 2. März 2018 wurde die frühere Grünen-Chefin Eva Glawischnig von Novomatic-Chef Harald Neumann in einer denkwürdigen Pressekonferenz als Managerin für die Bereiche "Corporate Responsibility und Sustainability" vorgestellt. Der frühere Unternehmenssprecher Bernhard Krumpel schrieb Neumann damals: "Alle Gutmenschen haben heute Schnappatmung."

In der aktuellen Ausgabe der PULS 24 Sendung "Pro und Contra" sprach Glawischnig offen über die Beweggründe für ihren damaligen Wechsel, den ihr viele Grünen-Wähler bis heute übel nehmen. Nach dem Ausstieg aus der Politik sei die Jobsuche schwer gewesen. "Du kannst dich als Politikerin ja nicht bewerben, die jeder in Österreich kennt. Also es war ganz schwer", beschreibt sie die damalige Situation.

Eva Glawischnig, Reinhold Mitterlehner, Matthias Strolz und PR-Berater Wolfgang Rosam diskutieren bei "Pro und Contra" über die Härten des Politgeschäfts.

Sie räumt gegenüber PULS 24 Infochefin Corinna Milborn aber ein, dass auch "Groll, Verletzung und Kränkung" eine Rolle bei der Entscheidung gespielt hätten. "Es war auch Trotz dabei", sagt die frühere Politikerin. Am Ende ihrer Zeit als Klubobfrau der Grünen habe sie sich von ihrer eigenen Partei "im Stich gelassen gefühlt". "Das hat auch mitgespielt. Ich dachte, ich breche die Brücken ab und zünde alles an", räumt Glawischnig drei Jahre nach dem Wechsel in die Glückspielbranche ein.

Nun geht ihr Abenteuer in der Glückspielbranche zu Ende. Wie sie in der "Pro und Contra"-Sendung bekannt gab, verlässt sie Novomatic endgültig und macht sich nach ihrer Bildungskarenz selbstständig.

Quelle: Redaktion / apb