APA - Austria Presse Agentur

Gewessler will mehr Mehrwegflaschen in Supermärkten

28. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Umweltministerin Leonore Gewessler will das Angebot an Mehrwegprodukten in den heimischen Supermärkten ausbauen. Auch möchte man mit dem neuen Abfallgesetz die Müllentsorgung optimieren, damit weniger Müll in der Natur landet. Ein Pilotprojekt für ein Einwegpfandsystem soll noch 2021 starten.

Das neue Abfallgesetz soll aktiv eine Müllvermeidungs-Strategie darstellen, sagt Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz. Derzeit würden jährlich 420 Müllwägen voll Abfall in der Natur verstreut werden. Zu einer Verminderung soll das neue Gesetz, dass nun sechs Wochen in Begutachtung geht, beitragen.

Man wolle "zurückkehren zu einem verbindlichen Mehrwegangebot", sagt Gewessler. Daher sollen ab 2024 mehr Mehrwegflaschen in den Supermärkten angeboten werden. "So bringen wir die Wahlfreiheit zurück ins Regal", erklärte die Ministerin.

Pilotprojekt für Einwegpfandsystem noch 2021

60 Prozent des Gesamtangebots an Bier und Biermischgetränke sollen in Zukunft Mehrwegflaschen sein. Bei den Mineralwasserflaschen soll das Angebot auf 20 Prozent ausgebaut werden und bei den Fruchtsäften auf 10 Prozent. Gewessler plant, dass bis 2025 jede vierte Flasche in Mehrwegflaschen abgefüllt wird. Auch den Plastikmüll möchte die Ministerin eindämmen. Mit dem Verbot von Plastik bzw. Einweggeschirr soll dies umgesetzt werden. Das Verbot soll bis Sommer in Kraft sein.

Noch dieses Jahr soll ein Pilotprojekt für ein Einwegpfandsystem starten. Weitere Details dazu nannte Gewessler vorerst nicht. Das Konzept werde derzeit finalisiert. Man wolle dann die bisherigen Ideen in der Praxis testen. Danach soll das Projekt starten.

Zusätzlich soll sich auch die Müllabfuhr ändern. "Unser Müll fährt in Zukunft Bahn", verkündete Leonore Gewessler am Mittwoch. Damit soll der CO-Verbrauch bei der Müllentsorgung gesenkt werden. Zudem möchte man auch den Industriemüll aus anderen Ländern nicht mehr in Österreich entsorgen.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea