Was der Ukraine das amerikanische "Patriot-System" bringt

22. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die USA versicherte der Ukraine eine weitere Waffenlieferung. Laut dem Militärexperten Gerald Karner könnte das sogenannte "Patriot-System" die ukrainische Luftabwehr "erheblich" steigern.

Bei seiner ersten Auslandsreise seit Kriegsbeginn traf der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den US-Präsidenten Joe Biden am Mittwoch.

Laut dem PULS 24 Militärexperten Gerald Karner stelle die Reise "absolut eine Gefährdungsphase" für Selenskyj dar. Es sei jedoch anzunehmen, dass diese Reise mit der Luftwaffe der USA als auch mit den NATO-Verbündeten "sehr detailreich geplant" war. Selenskyj werde durch Landstreitkräfte auf dem Territorium der NATO und dann schließlich durch ukrainische Kräfte auf dem Territorium der Ukraine geschützt.

Waffenlieferung: Was kann das "Patriot-System"?

Bereits vor dem Besuch hatten die USA die Lieferung eines "Patriot"-Flugabwehrsystems an die Ukraine bekanntgegeben. Insgesamt handle es sich um ein "gewaltiges" Paket, so Karner, wobei die "Patriot"-Batterie "der sichtbarste Teil" daran sei. Es umfasse gepanzerte und geschützte Fahrzeuge, vor allem aber auch Munition und Artillerie. Und es sei "nicht nur ein gewaltiges Paket", sondern auch "ein gewaltiges Signal", meint der Militärexperte.

Starkes Signal für Unterstützung

Denn: Das "Patriot"-Abwehrsystem sei ein "sehr fortgeschrittenes". Die USA hätten lange mit der Lieferung gezögert, weil befürchtet wurde, dass die Technologie, die damit verbunden ist, in russische Hände fallen könnte. Dass die USA nun ihre Reservationen haben fallen lassen sei "nicht nur faktisch von großer Bedeutung", sondern auch "symbolisch ein starkes Signal für die Unterstützung der Ukraine". 

Bedenke man, dass die Ukraine schon in der Vergangenheit "von etwa hundert anfliegenden russischen Lenkwaffen und Drohen, 75 bis 80 abschießen" konnte, dann bedeute eine "Patriot"-Batterie zusätzlich "eine erhebliche Steigerung der Fähigkeiten der Ukraine, sich gegen die russischen Luftangriffe zur Wehr zu setzten", so Karner.

Dijana DjordjevicQuelle: Redaktion / ddj