Karner: Gehen Russland die Raketen aus?

29. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Am Donnerstag meldete die Ukraine neue Raketenangriffe vonseiten Russlands. PULS 24 Militärexperte Gerald Karner schätzt die derzeitige Lage in der Ukraine ein.

Am Donnerstagmorgen wurden neue Raketenangriffe in der Ukraine gemeldet. Der Berater im Präsidentenbüro, Mychajlo Podoljak, sprach von mehr als 120 Raketen.

Laut PULS 24 Militärexperten Gerald Karner seien diese Angriffe für die Ukraine zwar "schmerzlich, aber nicht dramatisch". Die Ukraine sei immer wieder in der Lage "in erstaunlich schneller Zeit" die entstandenen Schäden zu reparieren. Dies sei auch durch "westliche Hilfe" möglich, die dafür sorgt, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Strom und Wasser immer wieder hergestellt werden kann. 

Explosionen in mehreren Städten

In mehreren Städten waren Explosionen zu hören, auch in Kiew gab es schwere Explosionen im Zentrum der Hauptstadt. Auch aus Charkiw in der Ostukraine wurden Explosionen gemeldet. Gemeldet wurden Explosionen etwa auch aus den Gebieten Poltawa, Odessa, Mykolajiw und Lwiw. In den Regionen Odessa und Dnipropetrowsk wurden Stromausfälle angekündigt, um mögliche Schäden an der Energieinfrastruktur zu minimieren.

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Gehen Russland die Raketen aus?

Es sei schon damit zu rechnen, dass die bisherige Frequenz der Raketenangriffe vonseiten Russlands, "eine Zeit lang noch aufrecht erhalten werden kann", meint Karner. Russland prahlte in den sozialen Medien jedenfalls mit der Masse eigener Lenkwaffen. "Die Kalibr gehen niemals aus", teilte das russische Verteidigungsministerium  in seinem Telegram-Kanal mit.

Jedoch könne man aber beobachten, dass Russland sich gezwungen sieht, "diese Angriffe zu portionieren", sagt Karner. Die russischen Streitkräfte würden versuchen, den "Druck möglichst lange aufrecht zu erhalten", statt bei ihren Angriffen gleich alles einzusetzen, was im Arsenal ist, so Militärexperte Gerald Karner. Es könne derzeit jedoch nicht genau abgeschätzt werden, wie viele Raketen und Drohnen Russland noch zu Verfügung stehen.

Dijana DjordjevicQuelle: Agenturen / Redaktion / ddj