Generalstabschef will acht plus zwei Monate Wehrdienst
Auch die Wehrdienstkommission hatte das "acht plus zwei"-Modell empfohlen. Ein "sechs plus zwei"-Modell sei hingegen unzureichend, sagte Striedinger: "In der modernen Kriegsführung müssen alle unsere Kräfte hochmobil sein. Darauf müssen sie vorbereitet werden und in der Truppe üben: Diese Ausbildung findet im siebenten und achten Monat statt. Diese Fähigkeit muss dann in regelmäßigen Übungen auf einsatzbereitem Stand gehalten werden." Er geht davon aus, dass der Zivildienst auf 12 Monate verlängert wird, wenn ein "acht plus zwei"-Modell kommt.
Damit die Wehrdienstreform mit Anfang 2027 umgesetzt werden könnte, brauche es noch im ersten Quartal 2026 zumindest eine Grundsatzentscheidung der Politik, so Striedinger: "Unsere Pläne haben ergeben, dass wir nämlich eine neunmonatige Vorlaufzeit brauchen, um das System entsprechend umzustellen."
Zusammenfassung
- Generalstabschef Rudolf Striedinger fordert einen Wehrdienst von acht Monaten Grundwehrdienst plus zwei Monaten verpflichtenden Milizübungen, wie es auch die Wehrdienstkommission empfiehlt.
- Das alternative Modell von sechs plus zwei Monaten hält Striedinger für unzureichend, da die entscheidende Ausbildung im siebten und achten Monat stattfindet und die Einsatzbereitschaft durch regelmäßige Übungen aufrechterhalten werden muss.
- Soll die Reform Anfang 2027 umgesetzt werden, braucht es laut Striedinger spätestens im ersten Quartal 2026 eine politische Grundsatzentscheidung, da das Bundesheer eine neunmonatige Vorlaufzeit zur Systemumstellung benötigt.
