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Frauenanteil in Bundesdienst-Führungspositionen gestiegen

07. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Der Frauenanteil in Leitungspositionen des Bundes ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr grosso modo gestiegen. Lediglich in der höchsten besoldungsrechtlichen Einstufung ist er um einen halben Prozentpunkt auf 31,5 Prozent gesunken. Über alle Stufen hinweg kletterte er minimal von 42,4 (2018) auf 42,5 Prozent, wie der Gender-Controlling-Bericht zeigt, der am Mittwoch dem Ministerrat vorgelegt wird.

Der jährliche Bericht gibt Auskunft über den Anteil weiblicher Führungskräfte in den höchsten Besoldungsgruppen - getrennt nach Akademikerinnen, Maturantinnen und dem Fachdienst. Der höchste Anstieg im Vergleich zum Vorjahr wurde bei den Akademikerinnen "Gruppe 2" verzeichnet - und zwar von 39,8 im Jahr davor auf nunmehr 40,4. In dieser Kategorie inkludiert sind etwa Abteilungsleiterinnen, deren Stellvertreterinnen, Referatsleiterinnen und Leiterinnen größerer nachgeordneter Dienststellen. Bei den Maturantinnen betrug der Anstieg 0,2 Prozentpunkte, nämlich von 32,5 auf 32,7. Beim Fachdienst stieg der Frauenanteil von 35,8 auf 36,1 Prozent.

Betrachtet man den Zeitraum seit 2006, dann ist der Gesamtfrauenanteil im Bundesdienst von 38,7 auf 42,5 Prozent angestiegen. Der Frauenanteil in Führungspositionen ist parallel dazu seit 2006 von 27,7 auf 36,2 Prozent angewachsen. Dieser Anstieg mit 8,5 Prozentpunkten ist damit mehr als doppelt so hoch als jener des Frauenanteils im gesamten Bundesdienst (plus 3,8 Prozentpunkte).

Frauenministerin Susanne Raab (ÖVP) zeigte sich über den gestiegenen Frauenanteil erfreut. "Das ist eine positive Entwicklung und ein wichtiges Signal für die Sichtbarkeit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt", meinte Raab am Dienstag. "Erfolgreiche Frauen müssen sichtbarer werden", so Raab. Daher müsse der Bund auch in Zukunft mit gutem Beispiel vorangehen. Raab verwies in diesem Zusammenhang auch auf die türkis-grüne Bundesregierung, in der mehr Frauen als Männer sind.

Quelle: Agenturen