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Christian Ries neuer Klubobmann der FPÖ Burgenland

Heute, 10:13 · Lesedauer 3 min

Der burgenländische FPÖ-Landtagsklub hat am Mittwoch Christian Ries zum neuen Klubobmann gewählt. Dies war notwendig, da Norbert Hofer die Funktion aufgrund seines Wechsels in die Privatwirtschaft zurückgelegt hatte - einfacher Mandatar bleibt er bekanntlich. Landesparteiobmann Alexander Petschnig lobte Ries bei einer Pressekonferenz im Anschluss als ein "politisches Urgestein".

Ries kündigte an, dass die FPÖ weiterhin eine "scharfkantige Opposition" sein werde. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) müsse "damit leben, dass es Kritik von uns geben wird". Als Hofers Nachfolger müsse er sich "große Schuhe" anziehen, dieser habe sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene "hervorragende Arbeit" geleistet und sei "Zugpferd" bei der Landtagswahl 2025 gewesen.

In den nächsten Monaten werde er eine "Ochsentour" durch die Bezirke und Ortsgruppen unternehmen, erklärte Ries außerdem. Auch die Kommunikation mit der Landespartei soll intensiviert werden, denn hier gebe es "noch Luft nach oben", ortet der neue Klubobmann ein Jahr nach der Landtagswahl "Verbesserungsbedarf". Personelle Änderungen im Klub hingegen sind nicht geplant, so Ries. Seinen eigenen Job als Kriminalbeamter beendet er, die korrekte Bezeichnung laute "außer Dienst gestellt", es bestehe ein Rückkehrrecht.

Der Zweite Landtagspräsident Johann Tschürtz (FPÖ) bezeichnete Ries ebenfalls als "erfahrenen Politiker" und erklärte, dass es mit Thomas Grandits einen weiteren Kandidaten für den Vorsitz gegeben habe. Die Entscheidung sei aber "freundschaftlich, gemeinschaftlich" gefallen: "Es ist niemand beleidigt", es fühle sich niemand zurückgesetzt. Laut Tschürtz' Angaben gab es von den acht - der insgesamt neun - anwesenden Abgeordneten eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Ries erklärte dazu, er habe sich nicht selbst gewählt.

Hofer: "Umfangreiche parlamentarische Erfahrung"

Petschnig bedankte sich bei allen Mandataren, die ihre Bereitschaft erklärt haben, die Funktion zu übernehmen. Ries sei ein erfahrener Abgeordneter, sowohl im Nationalrat als auch im Landtag, war Landtagsdirektor und ist in Rust Gemeinderat: "Ein politisches Urgestein, für das wir uns entschieden haben." Der Landesparteichef freut sich nun auf die Zusammenarbeit und kündigte eine Klubklausur in den nächsten Wochen an.

Zufrieden mit der Entscheidung zeigte sich im Anschluss auch Norbert Hofer. Auf APA-Anfrage erklärte er, Ries verfüge über "umfangreiche parlamentarische Erfahrung". Er bringe die nötige Routine mit, so sein Vorgänger.

Der freiheitliche Mandatar Sandro Waldmann erklärte am Mittwoch nach der Klubsitzung gegenüber der APA, er nehme das Diversionsangebot der Staatsanwaltschaft Eisenstadt an. Gegen ihn war wegen des Verdachts auf Körperverletzung ermittelt worden, nachdem er bei einer Veranstaltung im vergangenen August mit einem anderen Besucher aneinandergeraten sein soll.

Zusammenfassung
  • Christian Ries wurde am Mittwoch vom burgenländischen FPÖ-Landtagsklub zum neuen Klubobmann gewählt, nachdem Norbert Hofer die Funktion aufgrund seines Wechsels in die Privatwirtschaft zurückgelegt hatte.
  • Bei der Wahl stimmten acht von neun anwesenden Abgeordneten ab, wobei es eine Gegenstimme und eine Enthaltung gab, und personelle Änderungen im Klub sind laut Ries nicht geplant.
  • Ries kündigte eine "Ochsentour" durch die Bezirke, eine Intensivierung der Kommunikation mit der Landespartei und eine weiterhin "scharfkantige Opposition" gegenüber Landeshauptmann Doskozil (SPÖ) an.