APA - Austria Presse Agentur

"Falter": Nehammer rief wegen feiernden Jugendlichen selbst die Polizei

24. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Beim Spaziergang durch den Stadtpark fielen dem Innenminister laut einem Bericht des "Falters" rund 300 Jugendliche beim Feiern auf. Er rief die Exekutive, auf Nachfrage bei Nehammer zu ihrer eigenen Sicherheit.

Am Dienstagabend soll Karl Nehammer nach 21.30 Uhr beim Spaziergang mit seiner Frau zirka 300 Jugendlicher ansichtig geworden sein, die im Stadtpark feiernd und Alkohol trinkend zusammenstanden. Der Minister soll laut "Falter", der sich auf einen Einsatzbericht der Landespolizeidirektion Wien beruft, persönlich zum Mobiltelefon gegriffen und den Offizier vom Dienst beziehungsweise den Präsidialjournaldienst kontaktiert haben. Die Beamten rückten mit einem "Technischen Kommunikationsfahrzeug" und einer Bildüberwachungseinheit aus. 

Zehn vor Zehn trafen die Beamten im Stadtpark gegenüber des Kursalon Hübner ein und fanden die Feiernden laut Polizeibericht "loses Zusammensitzen bzw. – stehen einzelner Jugendgruppen" vor. Es sei Alkohol konsumiert und Musik in vertretbarer Lautstärke gespielt worden. Das Urteil der Exekutive: "Ausgelassene aber problemlose Stimmung". Gegen 00.30 Uhr bewegte sich ein Teil der Menge Richtung letzter U-Bahn, gegen zwei Uhr morgens waren "in kleinen Grüppchen" noch rund 150-200 Leute vor Ort. 

Nehammer: Polizei sollte Feiernde schützen

Der "Falter" fragte beim Minister um den Grund für seinen Anruf. Nehammer gab an, die Sicherheit der Feiernden gewährleisten zu wollen. "Vor allem die Mädels sollen feiern und auch trinken können, ohne dass ihnen etwas zustößt." Da sich das Magistrat "ordnungspolizeilich nicht kümmert", sei die Sicherheitspolizei gefordert. "Und wenn ich als Innenminister ein Sicherheitsproblem wahrnehme, ist es meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass nichts passiert."

Beim Einsatz am Dienstag kam es zu einer Anzeige wegen des Besitzes von Suchtgift. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam