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Europaparlament kritisiert Grenzschließungen in der EU

24. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Die Abgeordneten des Europaparlaments haben sich gegen Grenzschließungen innerhalb der Europäischen Union während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Anstatt die Grenzen dicht zu machen, sollten Mitgliedstaaten anderen Regelungen treffen, die Sicherheit und Gesundheitsschutz auch beim Grenzübertritt gewährleisteten, hieß es am Dienstag in einer Erklärung.

Die übereilten und unkoordinierten Schließungen hätten Menschen in Grenznähe stark getroffen und einen negativen Einfluss auf internationale Geschäfte, die Wissenschaft und die Tourismusbranche gehabt.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten viele EU-Mitgliedstaaten - darunter Deutschland - Grenzen im Alleingang geschlossen. Auch schon vor der Gesundheitskrise hatten mehrere Länder mittels einer Ausnahmegenehmigung wieder teilweise Grenzkontrollen eingeführt.

Eine schnelle Rückkehr zu einem voll funktionalen Schengenraum ist den Abgeordneten zufolge von entscheidender Bedeutung. Bewegungsfreiheit sei einer der Grundpfeiler einer funktionierenden EU und zeitgleich eine ihrer größten Errungenschaften. Mitgliedstaaten sollten verhindern, dass zeitweise eingeführte Grenzkontrollen quasi permanent würden.

Quelle: Agenturen