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Erste Zeugen im Amtsmissbrauchs-Prozess gegen Wöginger

Heute, 20:30 · Lesedauer 1 min

Im Postenschacher-Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte werden am Donnerstag die ersten Zeugen gehört. In der Früh ist die im Hearing um den Vorstandsposten im Finanzamt Braunau unterlegene Kandidatin geladen. Sie wurde gemäß einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wegen Diskriminierung entschädigt. Am Nachmittag will das Gericht jenen ÖVP-Bürgermeister hören, der - laut Anklage wegen seiner Parteizugehörigkeit - den Job bekommen hat.

Laut Wöginger habe ihn der Ortschef in seiner Abgeordneten-Sprechstunde aufgesucht und um Unterstützung bei seiner Bewerbung gebeten. Er will aber nur die Bewerbungsunterlagen des Mannes an den damaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, "zur Prüfung" weitergeleitet haben. Ein Chatverlauf zeigt, dass Schmid zumindest versucht hat, auf ein Mitglied der Hearingkommission Einfluss zu nehmen.

Zusammenfassung
  • Im Postenschacher-Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte werden am Donnerstag erstmals Zeugen gehört.
  • Die im Hearing um den Vorstandsposten im Finanzamt Braunau unterlegene Kandidatin wurde laut Bundesverwaltungsgericht wegen Diskriminierung entschädigt.
  • Ein Chatverlauf belegt, dass Ex-Finanzministerium-Generalsekretär Thomas Schmid versucht hat, auf ein Mitglied der Hearingkommission Einfluss zu nehmen.