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Dutzende Tote bei Drohnenangriffen im Sudan

Heute, 10:13 · Lesedauer 1 min

Bei zwei Drohnenangriffen im Sudan sind mindestens 28 Zivilisten getötet worden. Bei einem Luftangriff auf einen belebten Markt in der Stadt Saraf Omra im Teilstaat Nord-Darfur seien 22 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kleinkind, teilte ein Mitarbeiter des örtlichen Krankenhauses mit. 17 weitere Menschen wurden demnach verletzt. In der Region Nord Kordofan kamen Krankenhausmitarbeitern zufolge zudem mindestens sechs Menschen bei einem Drohnenangriff auf einen Lkw um.

Der Angriff auf den Lastwagen ereignete sich demnach auf einer Straße in Nord-Kordofan. Klinikmitarbeiter machten die Miliz Rapid Support Forces (RSF) für den Angriff verantwortlich. Die Miliz liefert sich seit fast drei Jahren einen erbitterten Machtkampf mit der Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan. Die Kämpfe halten seit April 2023 an und haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert - dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen.

Durch den Krieg sind zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Der UNO zufolge weist das Vorgehen der RSF-Miliz im Sudan "die charakteristischen Merkmale eines Völkermords" auf. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bisher erfolglos.

Zusammenfassung
  • Bei zwei Drohnenangriffen im Sudan wurden mindestens 28 Zivilisten getötet, darunter 22 Menschen auf einem Markt in Saraf Omra (Nord-Darfur) und mindestens sechs weitere bei einem Angriff auf einen Lkw in Nord-Kordofan.
  • Klinikmitarbeiter machen die Miliz Rapid Support Forces (RSF) für den Angriff in Nord-Kordofan verantwortlich; die Kämpfe zwischen RSF und der Armee von Abdel Fattah al-Burhan dauern seit fast drei Jahren an und haben sich seit April 2023 intensiviert.
  • Durch den Krieg wurden zehntausende Menschen getötet, mehr als elf Millionen Menschen vertrieben und laut UNO weist das Vorgehen der RSF "die charakteristischen Merkmale eines Völkermords" auf.