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Drei Migranten sterben bei Unglücken in Calais

04. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Ein Regionalzug hat im nordfranzösischen Calais eine Gruppe von Migranten erfasst, eine Person getötet und drei weitere verletzt. Insgesamt hätten sich am Donnerstagabend rund 50 Migranten auf den Gleisen aufgehalten, berichtete der Sender France bleu. An einem Strand südlich von Calais wurden laut France bleu zuvor am Donnerstag außerdem ein toter und zwei unterkühlte Flüchtlinge neben einem kleinen Boot gefunden.

Mehr als 400 Menschen wurden laut den französischen Behörden im Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien seit Dienstagabend aus Seenot gerettet. Eine Person sei an Land für tot erklärt worden.im Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien seit Dienstagabend aus Seenot gerettet. Eine Person sei an Land für tot erklärt worden.

Der regionale Transportbeigeordnete Franck Dhersin sprach auf Twitter von einer "dramatischen Bilanz" bei der Kollision des Regionalzugs aus Dunkerque mit der Gruppe. Wie der Sender berichtete, wurde der unter Schock stehende Lokführer von der Feuerwehr betreut. Der Bahnbetreiber SNCF informierte am Donnerstagabend über einen Personenunfall, wegen dem der Verkehr in beide Richtungen unterbrochen sei. Erst Freitagfrüh könne der Verkehr wieder aufgenommen werden.

Hunderte Migranten halten sich in der Hafenstadt auf, um von dort über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. Seit Beginn des Jahres wurden allein bis Ende August bereits knapp 16.000 Migranten im Ärmelkanal gerettet - deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Einer ähnlich großen Zahl gelang die Überfahrt nach Großbritannien.

Der britischen Regierung, die nach dem Brexit ein neues, rigides Einwanderungssystem eingeführt hat, sind die illegal ankommenden Migranten ein Dorn im Auge. London und Paris verständigten sich kürzlich darauf, die Kontrollen an den Küsten zu verstärken.

Quelle: Agenturen