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Deutschland erklärt auch Kanaren zu Risikogebiet

02. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen auf den Kanarischen Inseln stuft Deutschland nun auch die Region im Atlantik als Risikogebiet ein. Damit ist das beliebte Urlaubsland Spanien nun komplett als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Es wird erwartet, dass das Außenministerium in Berlin auf dieser Grundlage eine Reisewarnung ausspricht.

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen auf den Kanarischen Inseln stuft Deutschland nun auch die Region im Atlantik als Risikogebiet ein. Damit ist das beliebte Urlaubsland Spanien nun komplett als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Es wird erwartet, dass das Außenministerium in Berlin auf dieser Grundlage eine Reisewarnung ausspricht.

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der betroffenen Länder und Regionen. Es wurde erwartet, dass das Außenministerium in Berlin auf dieser Grundlage eine Reisewarnung ausspricht.

Zentrales Kriterium für die deutsche Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf den Kanaren sind es bereits 95,71.

Die Inselgruppe vor der Westküste Afrikas war die letzte Region Spaniens, die für Deutschland noch nicht als Risikogebiet galt. Vor Reisen in den Rest des Landes samt der Ferieninsel Mallorca warnt das Auswärtige Amt bereits seit Mitte August.

Das Außenministerium in Wien warnt vor Reisen auf die Balearen sowie nach Festland-Spanien. Die Kanaren sind allerdings bisher von den Maßnahmen ausgenommen.

Für die spanische Wirtschaft ist die Coronakrise ein schwerer Schlag. Die Saison war bisher katastrophal für die Tourismusbranche, die in normalen Zeiten mehr als zwölf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beiträgt und etwa 2,5 Millionen Menschen Arbeit bietet. Auf den Kanaren macht der Anteil des Tourismus am BIP sogar rund 35 Prozent aus - keine andere Region Spaniens ist so sehr vom Reisegeschäft abhängig.

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen erklärte Deutschland auch einen weiteren Teil Kroatiens zum Risikogebiet. Nun findet sich auch der Verwaltungsbezirk (Gespanschaft) Zadar auf der entsprechenden aktualisierten Liste des Robert Koch-Instituts (RKI). Zuvor galt bereits eine Reisewarnung der Bundesregierung für die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die Gespanschaften Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar. Österreich warnt vor Reisen nach ganz Kroatien.

Quelle: Agenturen