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Deutsche und britische Top-Militärs warnen vor Russland

16. Feb. 2026 · Lesedauer 1 min

Spitzenmilitärs aus Deutschland und Großbritannien rufen die Europäer eindringlich dazu auf, sich für einen möglichen russischen Angriff zu rüsten. Moskau verlagere seine militärische Ausrichtung zunehmend nach Westen, warnen der Generalinspekteur der deutschen Bundeswehr, Carsten Breuer, und der Chef des Generalstabs der britischen Streitkräfte, Richard Knighton, in einem am Montag veröffentlichten, gemeinsamen Appell.

Die russischen Streitkräfte würden derart aufgerüstet, "dass das Risiko eines Konflikts mit NATO-Staaten steigen könnte", schreiben Breuer und Knighton in einem Gastbeitrag für die Zeitungen "Die Welt" und "The Guardian". "Moskaus militärische Aufrüstung verbunden mit seiner Bereitschaft, Krieg auf unserem Kontinent zu führen, (...) erhöht das Risiko und verlangt unsere gemeinsame Aufmerksamkeit."

Als Konsequenz werben die Autoren nicht nur für eine "Stärkung der militärischen Einsatzbereitschaft", sondern auch für einen Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie. "Die Ukraine zeigt uns, dass industrielle Fähigkeiten entscheidend sind, um einen großen Krieg durchzuhalten und letztendlich zu gewinnen", erläutern Breuer und Knighton und betonen: "Aufrüstung ist kein Kriegstreiben, sondern das verantwortungsvolle Handeln von Nationen, die entschlossen sind, ihre Bevölkerung zu schützen und den Frieden zu bewahren."

Zusammenfassung
  • Spitzenmilitärs aus Deutschland und Großbritannien warnen in einem am Montag veröffentlichten Appell in 'Die Welt' und 'The Guardian' vor einer wachsenden Bedrohung durch Russland, das seine militärische Ausrichtung zunehmend nach Westen verlagert.
  • Carsten Breuer und Richard Knighton betonen, dass die russische Aufrüstung das Risiko eines Konflikts mit NATO-Staaten erhöht und rufen zu einer Stärkung der militärischen Einsatzbereitschaft sowie zum Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie auf.
  • Die Autoren unterstreichen, dass Aufrüstung kein Kriegstreiben sei, sondern ein verantwortungsvolles Handeln zum Schutz der Bevölkerung und zur Wahrung des Friedens, wie es auch die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg zeigen.