APA - Austria Presse Agentur

Pfizer liefert weniger Ampullen

21. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Pfizer und BioNtech kürzen die Lieferungen von Ampullen ihres Corona-Impfstoffs, weil daraus mehr Dosen verimpft werden können als bisher gedacht.

Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech werden weniger Ampullen ihres Corona-Impfstoffs an die Besteller-Länder ausliefern als angekündigt. Pfizer begründete das gegenüber der Nachrichtenagentur "AFP" mit einer Stellungnahme der EU-Arzneimittelbehörde EMA, wonach aus jedem Fläschchen bis zu sechs statt der ursprünglich kalkulierten fünf Impfdosen gezogen werden können.

"Wir halten unsere Lieferverpflichtungen gegenüber den Staaten ein", teilte Pfizer mit. Die Bestellungen hätten "immer auf einer Gesamtzahl von Dosen beruht und nicht von Ampullen".

Tatsächlich beziehen sich die Lieferverträge der EU auf eine Gesamtzahl von Impfdosen. Die EMA hat den EU-Staaten außerdem erlaubt, sechs Dosen aus jeder Impfstoff-Ampulle zu ziehen. Das Problem ist, dass dafür spezielle Spritzen notwendig sind, die nicht in ausreichender Menge vorhanden sind.

Keine Auswirkungen auf Wiener Impfplan

In Wien ändert dies laut Mario Dujakovic, Mediensprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker, nichts am Impfplan. Im Durchschnitt können aus einer Ampule 6,8 Impfdosen gezogen werden, sagte Dujakovic in einer ersten Reaktion auf die Meldung von PULS 24 auf Twitter. Es seien auch genügend Spritzen vorhanden. Jeder Lieferengpass habe aber Auswirkungen "zeitlicher Natur". Es könnten dann nämlich weniger Erstimpfungen durchgeführt werden, da man alle Zweitstiche garantieren wolle, erklärt Dujakovic.

Zuvor hatte die EU-Kommission berichtet, dass der Impfstoff von BioNtech und Pfizer bereits nächste Woche wieder regulär geliefert werden soll. Diese Woche werde weniger geliefert, nächste Woche aber bereits wieder 100 Prozent der zugesagten Menge, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag.

Mehr dazu

Quelle: Agenturen / apb