China: Neue Marinemanöver im Südchinesischen Meer

27. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

China hat für Samstag neue Marinemanöver im Südchinesischen Meer angekündigt. Die Manöver sollen knapp 25 Kilometer vor der Küste der südchinesischen Provinz Hainan stattfinden, wie Chinas Behörde für maritime Sicherheit am Donnerstag mitteilte.

Die Ankündigung erfolgte vor dem Hintergrund von Warnungen der USA hinsichtlich der zunehmenden militärischen und wirtschaftlichen Präsenz Chinas in einem Gebiet, das vom Südchinesischen Meer bis zu den Inseln im Pazifik reicht."Militärübungen werden stattfinden, und der Zugang ist verboten", erklärte die chinesische Behörde. Ein Gebiet von rund 100 Quadratkilometern werde für die Seeschifffahrt für fünf Stunden abgeriegelt. China hält derartige Manöver in diesen Gewässern häufig ab. In der kommenden Woche soll ein weiteres Manöver bei Hainan stattfinden.

Am Dienstag hatten die Streitkräfte von Russland und China nach eigenen Angaben gemeinsame Patrouillenflüge in der Asien-Pazifik-Region abgehalten. Dabei seien Gebiete des Japanischen Meeres und des Ostchinesischen Meeres überflogen worden und auch strategische Bomber beider Länder beteiligt gewesen, hieß es.

China "zunehmend provokant"

Die USA und ihre westlichen Verbündeten warnen zunehmend vor chinesischen Bemühungen, das militärische Gleichgewicht in der Region zu verschieben. US-Außenminister Antony Blinken warf China am Donnerstag vor, die Spannungen im Konflikt um Taiwan zu verschärfen. Die Volksrepublik beansprucht die Insel als Teil ihres Territoriums.

Die "Rhetorik" Chinas sei "zunehmend provokant", sagte Blinken. Flugzeuge der chinesischen Luftwaffe seien "nahezu täglich" nahe Taiwan im Einsatz. Er rief zu internationalen Anstrengungen auf, den Bemühungen Chinas entgegenzutreten, "die internationale Ordnung zu verändern".

Die australische Außenministerin Penny Wong warnte am Freitag bei einem Besuch auf den Fidschi-Inseln vor den regionalen Folgen des Sicherheitspakts zwischen Pazifik-Inseln wie den Salomonen und China. Hintergrund ist eine zehntägige Reise des chinesischen Außenministers durch die Region. Er strebt kommende Woche auf den Fidschi-Inseln ein umfassendes Abkommen mit zehn Inselstaaten über Sicherheit und Handel an und traf am Freitag auf Kiribati ein.

Quelle: Agenturen / msp