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Chefjuristin von Goldman Sachs geht nach Epstein-Verbindung

13. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Nach der Enthüllung von Verbindungen zum berüchtigten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein tritt eine ranghohe Managerin der US-Bank Goldman Sachs ab. Chefjuristin Kathryn Ruemmler werde das Kreditinstitut zum 30. Juni verlassen, wie Goldman Sachs unter anderem der "Financial Times", der "New York Times" und dem Finanzdienst Bloomberg bestätigte. Ruemmler war zuvor Staatsanwältin, Anwältin und auch Justiziarin im Weißen Haus von Präsident Barack Obama.

Aus der jüngsten Veröffentlichung großer Mengen an Epstein-Unterlagen war klar geworden, dass Ruemmlers Verbindungen zu ihm deutlich enger waren als zuvor bekannt. So ging aus E-Mails unter anderem hervor, dass sie teure Geschenke von ihm erhielt und ihn in Medienfragen beriet. Zu dieser Zeit war Ruemmler als Anwältin tätig. Die 54-Jährige ist seit 2021 Chefjustiziarin bei Goldman Sachs.

Epstein starb nach seiner Festnahme 2019 in seiner New Yorker Gefängniszelle. Das "Wall Street Journal" entdeckte in den Unterlagen jüngst einen Hinweis darauf, dass Ruemmler zu den Personen gehörte, die Epstein unmittelbar nach seiner Festnahme anrief. Das geht der Zeitung zufolge aus handschriftlichen Notizen von FBI-Mitarbeitern hervor, die als Teil des Unterlagen-Pakets veröffentlicht wurden. Ruemmlers Sprecherin sagte zu dem Bericht, sie habe lediglich eine berufliche Beziehung zu Epstein gehabt und nichts von seinen Verbrechen gewusst. Goldman Sachs hatte anfänglich bestritten, dass Ruemmler deswegen ihren Job verlieren könnte.

Zusammenfassung
  • Kathryn Ruemmler, 54 Jahre alt und seit 2021 Chefjustiziarin bei Goldman Sachs, verlässt die US-Bank zum 30. Juni nach Enthüllungen über ihre engen Verbindungen zu Jeffrey Epstein.
  • Jüngst veröffentlichte Unterlagen zeigen, dass Ruemmler teure Geschenke von Epstein erhielt, ihn in Medienfragen beriet und ihn nach seiner Festnahme 2019 direkt kontaktierte.
  • Goldman Sachs hatte zunächst bestritten, dass Ruemmler wegen der Epstein-Verbindung ihren Posten verlieren könnte; Ruemmlers Sprecherin betont, sie habe nichts von Epsteins Verbrechen gewusst.