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CDU und Grünen vor Wahl in Baden-Württemberg Kopf an Kopf

Heute, 06:51 · Lesedauer 2 min

Gut eine Woche vor der Landtagswahl im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg sieht eine weitere Umfrage ein enges Rennen zwischen CDU und Grünen um den ersten Platz. Laut der am Freitag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für den Sender ZDF können die Christdemokraten von Spitzenkandidat Manuel Hagel bei dem Urnengang am Sonntag in einer Woche mit 27 Prozent Zustimmung rechnen. Die Grünen von Cem Özdemir liegen mit 25 Prozent knapp dahinter.

Die Rechtsaußen-Partei AfD wird mit 19 Prozent auf dem dritten Platz verortet. Mit neun Prozent folgen die Sozialdemokraten (SPD) vor der liberalen FDP und der Linken mit jeweils sechs Prozent. Für die SPD wäre es das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in dem Bundesland, während die Liberalen im einzigen Bundesland, in dem sie immer im Landtag waren, erneut den Einzug schaffen könnten. Die Linke könnte indes erstmals in den Stuttgarter Landtag einziehen.

Eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts Infratest dimap für die ARD ergab ein ähnliches Bild. Hier kam die CDU auf 28 Prozent, dicht gefolgt von den Grünen mit 27 Prozent. Die AfD erreichte 18 Prozent, die SPD sieben Prozent, die FDP sechs Prozent und die Linke 5,5 Prozent.

Eine Koalition abseits der AfD wäre damit nur zwischen CDU und Grünen möglich. Derzeit regiert in Baden-Württemberg ein Bündnis aus Grünen und CDU unter dem Grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (77), der nicht mehr antritt. Laut den Umfragen für ARD und ZDF traf rund ein Drittel der Befragten noch keine Wahlentscheidung.

Zusammenfassung
  • Laut aktuellen Umfragen liegen CDU (27–28 Prozent) und Grüne (25–27 Prozent) vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg nahezu gleichauf.
  • Die AfD kommt auf 18 bis 19 Prozent, während SPD, FDP und Linke mit 7 bis 9 sowie 5,5 bis 6 Prozent deutlich dahinter liegen.
  • Eine Koalition ohne AfD wäre laut den Erhebungen nur zwischen CDU und Grünen möglich, und rund ein Drittel der Befragten ist noch unentschlossen.