Bundeskanzler Karl Nehammer positiv auf Corona getestet

07. Jan 2022 · Lesedauer 2 min

Bundeskanzler Karl Nehammer wurde am Freitag, nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub, positiv auf Corona getestet.

Bundeskanzler Karl Nehammer wurde am Freitag positiv auf COVID19 getestet, heißt es in einer Aussendung aus dem Bundeskanzleramt. Der Kanzler sei am Dienstag aus dem Urlaub in Kärnten zurückgekehrt und habe noch am Mittwoch-Nachmittag einen routinemäßigen PCR-Test mit negativem Ergebnis gemacht.

Die Ansteckung erfolgte demnach am Mittwoch-Abend im Kontakt mit einem Mitglied seines Sicherheitsteams, das am Donnerstag positiv getestet wurde. Dieses Ergebnis liegt seit heute, Freitag, vor. Nehammer habe sich am Freitag erneut PCR-getestet. Das positive Ergebnis sei durch einen zweiten Test bestätigt worden, heißt es weiter.

Dreifach geimpft

Er zeige derzeit keine Symptome, befinde sich in Heimquarantäne und führe seine Amtsgeschäfte von zu Hause aus. Nehammer ist dreifach Corona-geimpft, wurde betont. Nehammers Ehefrau und seine Kinder wurden am Freitag negativ getestet. Ob Nehammer mit der Omikron-Variante infiziert ist, ist laut seinem Sprecher noch unklar. Die Sequenzierung sei noch im Laufen. 

"Es besteht kein Grund zur Sorge, es geht mir gut", wurde der Bundeskanzler in der Aussendung zitiert. "Mein Appell ist weiterhin: Gehen Sie impfen, lassen Sie sich boostern, das schützt Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Verlauf."

Bund-Länder-Gipfel

Am Donnerstag habe er während dem Bund-Länder-Gipfel durchgehend eine FFP2-Maske getragen. Es wurden dennoch alle anwesenden Personen verständigt. In Quarantäne müsse niemand, alle seien auch dreifach geimpft gewesen. Bei der Pressekonferenz waren die Teilnehmer durch Plexiglas-Scheiben voneinander getrennt, zu den Journalisten habe ausreichend Sicherheitsabstand bestanden, darüber hinaus hätten alle durchgehend FFP2-Masken getragen.

Mückstein in Selbstisolation

Trotz der Ankündigung nach dem Corona-Gipfel am Donnerstag, wonach Dreifach-Geimpfte nicht als Kontaktpersonen gelten, teilte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) auf Twitter mit, sich "sicherheitshalber" in Selbstisolation" begeben zu wollen. Ein erster Antigentest sei bei ihm negativ verlaufen, auf ein ausstehendes PCR-Testergebnis warte er noch. 

FPÖ-Chef Herbert Kickl wünschte dem Kanzler in einer Aussendung einen milden Krankheitsverlauf, empfahl ihm aber gleichzeitig, über die Wirkung der Impfung im Allgemeinen und des Boosters im Speziellen nachzudenken. "Am Ende dieses Nachdenkprozesses kann nur das Aus für den Impfzwang stehen", so Kickl.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam