puls24 Logo

Britische und französische Luftwaffe griffen IS in Syrien an

04. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Das britische Militär hat unterstützt von der französischen Luftwaffe die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Die britische Regierung teilte in der Nacht auf Sonntag mit, auf eine unterirdische Anlage der Terroristen nördlich der antiken Stätte von Palmyra sei ein gemeinsamer Angriff ausgeführt worden. Erste Auswertungen deuteten auf einen Erfolg der Operation hin. Man habe die Operation durchgeführt, um ein Wiederaufleben des IS zu verhindern.

Es seien Lenkbomben eingesetzt worden, um Zugangstunnel zu der Anlage, in der der IS "höchstwahrscheinlich" Waffen und Sprengstoff lagere, zu zerstören, hieß es aus London weiter. In der Umgebung der Anlage gibt es demnach keine zivilen Wohngebiete. Der britische Verteidigungsminister John Healey sagte, die Aktion zeige die Entschlossenheit der Verbündeten, jegliches Wiederaufleben des IS im Nahen Osten zu unterbinden.

Erst vor rund zwei Wochen hatte das US-Militär mehr als 70 Ziele der Terrormiliz in Syrien attackiert. Wenige Tage zuvor waren bei einem mutmaßlichen IS-Angriff in Syrien drei Amerikaner getötet worden. Es waren die heftigsten Angriffe der USA in Syrien seit dem Sturz von Langzeit-Machthaber Bashar al-Assad Ende 2024.

Die USA führen in Syrien eine internationale Koalition zum Kampf gegen den IS an. Der IS gilt zwar als militärisch besiegt. IS-Zellen sind aber weiter aktiv und verüben auch weiter Anschläge. US-Präsident Donald Trump hatte deutlich gemacht, gegen die syrische Übergangsregierung unter Interimspräsident Ahmed al-Sharaa, früher ein Al-Kaida-naher Jihadist, richteten sich die jüngsten Schläge nicht. Er prognostizierte dem Land eine "glänzende Zukunft", wenn der IS ausgerottet werde.

Zusammenfassung
  • Das britische Militär hat gemeinsam mit der französischen Luftwaffe in der Nacht auf Sonntag eine unterirdische IS-Anlage nördlich von Palmyra in Syrien angegriffen.
  • Mit Lenkbomben wurden Zugangstunnel zerstört, um ein mögliches Waffen- und Sprengstofflager der Terrorgruppe zu treffen, wobei laut britischer Regierung keine zivilen Wohngebiete in der Nähe liegen.
  • Die Operation zielt darauf ab, ein Wiederaufleben des IS zu verhindern, während die USA erst vor zwei Wochen mehr als 70 IS-Ziele in Syrien attackiert hatten und weiterhin eine internationale Koalition gegen die Terrorgruppe anführen.