Petersdom in Rom bei NachtAPA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH

Bischöfe loben bei Visite im Vatikan Gesprächsklima

12. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Für Österreichs Bischöfe hat am Montag ihre einwöchige Visite im Vatikan begonnen. Gleich zu Beginn des Gesprächsreigens, der in einem Treffen mit Papst Franziskus am Freitag gipfelt, lobten die Vertreter der römisch-katholischen Kirche das Gesprächsklima in Rom. Man habe den Eindruck, gehört zu werden, betonten sowohl der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, als auch Kardinal Christoph Schönborn vor Journalisten.

Bereits zum liturgischen Auftakt des Ad-limina-Besuchs, einer Messe am Grab des Apostels Petrus im Petersdom, hatte Lackner angekündigt, auch "von den Freuden und Leiden unserer Teilkirchen zu berichten". Dazu gehöre etwa die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft, präzisierte er bei einem ersten Resümee nach den Besuchen am Nachmittag. Dabei dürfe Säkularität nicht als "Abfall" gedeutet werden, vielmehr müssten auch deren positive Aspekte beachtet werden.

Auch Schönborn bestätigte, dass das Voranschreiten der säkularen Gesellschaft ein wichtiges Thema bei den Gesprächen mit den vatikanischen Behörden, den Dikasterien, sei. Überall in Europas sei die römisch-katholische Kirche am "Schrumpfen". Allerdings müsse man sich die Frage stellen, ob dies wirklich ein Grund zum Resignieren sei, oder ob sich in diesem Wandel auch Gutes zeige.

Erfreut zeigte sich Schönborn, der zum bereits fünften Mal an einem Ad-limina-Besuch der Bischöfe teilnimmt: "Es ist ein anderes Klima." Die Bischöfe hätten unter Papst Franziskus das Gefühl, wir werden nicht examiniert, geprüft, überschüttet mit mahnenden Worten". Und auch Lackner zeigte sich erfreut: Es gibt keine Sprechverbote, es wird wirklich zugehört." Das Treffen mit dem Pontifex selbst findet am Freitag statt.

Der Besuch "ad limina" ("an den Schwellen" der Apostelgräber) ist vom Kirchenrecht in regelmäßigen Abständen vorgesehen. Die nun stattfindende Reise des Episkopats war ursprünglich bereits für Anfang Februar 2021 und dann für den Dezember geplant, musste aber wegen der Corona-Einschränkungen verschoben werden.

Zur österreichischen Bischofsdelegation unter dem Konferenz-Vorsitzenden Lackner gehören alle neun Diözesanbischöfe, der Militärbischof, die vier Weihbischöfe, der Abt von Wettingen-Mehrerau sowie der Generalsekretär der Bischofskonferenz.

Quelle: Agenturen