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Biden und Kishida besprechen Sicherheitslage in Asien

13. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit China und Nordkorea hat US-Präsident Joe Biden Japans Ministerpräsidenten Fumio Kishida im Weißen Haus empfangen. Biden betonte den engen Schulterschluss mit dem ostasiatischen Land. Die USA stünden voll und ganz hinter der Allianz mit Japan und vor allem auch der Verteidigung Japans. Kishida sagte, Japan und die USA seien derzeit mit der herausforderndsten und kompliziertesten Sicherheitslage der jüngeren Geschichte konfrontiert.

Bereits im Vorfeld des Treffens am Freitag im Oval Office hatte Kishida das Bündnis mit den USA als die wichtigste Stütze von Japans nationaler Sicherheit bezeichnet. Washington ist der letzte Stopp auf Kishidas Reise. Zuvor hatte er Frankreich, Italien, Großbritannien und Kanada besucht. Japan hat dieses Jahr die G7-Präsidentschaft inne.

Japan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA in Asien. Am Mittwoch hatte der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin eine Anpassung der US-Truppenpräsenz in Japan bekanntgegeben. Dort soll angesichts des wachsenden Machtstrebens Chinas eine Art schnelle Eingreiftruppe entstehen. "Wir ersetzen ein Artillerieregiment durch eine Einheit, die tödlicher, beweglicher und leistungsfähiger ist", hieß es. Derzeit sind nach Angaben des US-Militärs rund 54 000 US-Soldaten in Japan stationiert.

Japan hatte im Dezember eine historische Wende seiner Sicherheitsstrategie eingeleitet. Erstmals will sich das Land Offensivwaffen wie Marschflugkörper zulegen, die potenzielle Ziele in China erreichen können. Bisher war Japans Militär ausschließlich auf Selbstverteidigung ausgerichtet. Auch der Wehretat soll massiv von einem auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes ansteigen. Damit würden laut Medien gemessen am heutigen Stand künftig nur die USA und China mehr Geld für Verteidigung ausgeben.

Quelle: Agenturen