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Atom-U-Boot-Spionage: Speicherkarten in Sandwiches

10. Nov. 2022 · Lesedauer 2 min

Ein US-Ehepaar ist wegen des versuchten Verkaufs von geheimen Informationen über atomgetriebene U-Boote ins Ausland zu rund 20 Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten Kryptowährung im Austausch für geheime Informationen erhalten, die sie auf Speicherkarten in Sandwiches und Kaugummis versteckt hatten.

Ex-Navy-Mitarbeiter und Partnerin

Der 44 Jahre alte Jonathan Toebbe, der als Atomingenieur für die US-Navy gearbeitet hatte, erhielt eine Gefängnisstrafe von 19 Jahren und drei Monaten, gab das Justizministerium am Mittwoch (Ortszeit) bekannt. Seine 46-jährige Frau Diana Toebbe wurde zu noch längerer Haft, 21 Jahre und acht Monate, verurteilt.

Die Ehefrau hatte zunächst versucht, ihre Rolle in dem Fall herunterzuspielen. Nachdem ihr Mann sich im Februar schuldig bekannt und damit zugegeben hatte, dass seine Frau beteiligt war, gestand sie ebenfalls.

Begann 2020

Jonathan Toebbe hatte im April 2020 ein Paket mit geheimen Daten an eine ausländische Regierung geschickt, um Kontakt wegen "Informationen von großem Wert" herzustellen. Dieses Paket wurde abgefangen, woraufhin sich ein FBI-Agent dem Paar gegenüber als Vertreter der ausländischen Regierung ausgab.

Speicherkarten in Sandwiches

Anschließend übergab das Paar über Monate hinweg zahlreiche Speicherkarten mit geheimen Informationen über atomare U-Boot-Technologien an den verdeckt arbeitenden FBI-Agenten - unter anderem in einem Erdnussbutter-Sandwich oder einer Kaugummi-Packung versteckt, die an zuvor verabredeten Orten zurückgelassen wurden. Dafür erhielt Jonathan Toebbe Zahlungen in Höhe von insgesamt rund 100.000 Dollar (etwa 100.000 Euro) in Krypto-Währungen. Im Oktober vergangenen Jahres wurde das Ehepaar festgenommen.

Quelle: Redaktion / frn