Arbeiterkammer sieht bei Energiekostenausgleich "Luft nach oben"

28. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Als "ersten Schritt" loben sowohl die Arbeiterkammer-Ökonomin Sandra Matzinger wie auch SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll den Energieausgleich der Regierung. Dennoch sieht Matzinger "Luft nach oben" und Schroll spricht von einer "Mogelpackung".

Die Arbeiterkammer sieht im angekündigten Energiekostenausgleich "positive Signale", allerdings sei hier "noch Luft nach oben", sagt Sandra Matzinger, Ökonomin bei der Arbeiterkammer. Man müsse die "Gesamtperspektive im Auge behalten", meint sie im PULS 24 Interview. Die steigenden Energiepreise seien ein Problem von vielen, denn auch in anderen Bereichen, wie etwa beim Wohnen, steigen die Preise an.

Steuersenkung komme "allen zugute"

"Eine Steuerreduktion kommt allen Haushalten zugute", meint Matzinger. Die Arbeiterkammer fordere daher seit Herbst eine Senkung der Mehrwertsteuer im Strom und Gasbereich. Es habe sich gezeigt, dass "auch für Haushalte, die vor der Krise keine Probleme hatten, die mit ihrem Einkommen gut um die Runden gekommen sind, das Zahlen der Energiekosten schwieriger geworden ist", erklärt die Ökonomin. Eine Senkung der Steuern auf erneuerbare Energien wäre laut Matzinger zusätzlich auch klimapolitisch gut.

Ein weiterer "sehr leichter Schritt" wäre die Erhöhung der Heizungszuschüsse der Länder. Damit könne man "sehr rasch" einkommensschwachen Haushalten helfen. Allerdings sei hier "leider noch zu wenig passiert", kritisiert die Arbeiterkammer-Ökonomin.

Alois Schroll, Energiesprecher der SPÖ, spricht im Interview mit PULS 24  u.a. über die steigenden Energiepreise.

Schroll kritisiert "Mogelpackung"

"Die Leute können sich vieles nicht mehr leisten", sagt auch SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll im PULS 24 Interview. Er fordert ebenfalls, dass man sich hier die anderen Bereiche, wie etwa das Wohnen oder die Lebensmittelpreise ansehen sollte. Daher müsse die Regierung "jetzt" einkommensschwachen Haushalten "unter die Arme greifen", betont Schroll. "Was hat die Regierung davon, wenn sich die Leute nichts mehr leisten können?", meint der SPÖ-Politiker. Das Paket der Regierung sei hierbei zwar ein "erster Schritt", stelle allerdings trotzdem eine "Mogelpackung dar", so Schrolls Kritik.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea