Anwalt und Ex-Politiker Alfred J. Noll verstorben
In Salzburg aufgewachsen, studierte Noll dort Rechtswissenschaften. Seit 1992 war er Rechtsanwalt in Wien. Politisch wurde er anfangs den Grünen zugerechnet und unterstützte auch Alexander Van der Bellen in seinem ersten Bundespräsidentschaftswahlkampf. Als Peter Pilz sich von den Grünen abwandte, half er ihm bei der Listengründung. Im Jahr 2024 trat er beim inszenierten Festwochen-"Prozess" gegen die FPÖ als "Ankläger" auf. Im selben Jahr wurde Noll von der KPÖ Plus in Salzburg in den Aufsichtsrat des dortigen Messezentrums entsandt. Ende 2025 wurde er außerdem Aufsichtsratsmitglied der Wiener Festwochen.
Der Vater von erwachsenen Zwillingen sah sich als Schöngeist und Intellektueller. Er schrieb Gastkommentare und versuchte sich als Hobby-Maler. Als Anwalt machte er sich unter anderem im Medienbereich und in Restitutionsangelegenheiten einen Namen, etwa in den Causen "Amalie Zuckerkandl" oder "Beethoven-Fries". Noll war Gründer und Mitherausgeber des Journals für Rechtspolitik, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Zeitschrift Medien und Recht, Ausschussmitglied der Wiener Rechtsanwaltskammer sowie Mitglied der Österreichischen Juristenkommission.
Zusammenfassung
- Der Jurist und ehemalige Nationalratsabgeordnete Alfred J. Noll ist am Montag im Alter von 66 Jahren verstorben.
- Noll war Mitbegründer der 'Liste Pilz', von 2017 bis 2019 im Nationalrat und Träger des Staatspreises für Kulturpublizistik.
- Zuletzt war er unter anderem Aufsichtsratsmitglied im Messezentrum Salzburg (2024) und bei den Wiener Festwochen (Ende 2025).
