Antidiskriminierungsstelle Steiermark erhält Geld vom Bund
Mit dem Wegfall der Landesförderung waren laut der Antidiskriminierungsstelle 90 Prozent des Budgets weggebrochen. Die Stadt Graz sprang mit 85.000 Euro und die SPÖ Graz mit 80.000 Euro ein, um den Betrieb übergangsweise zu sichern. Nun gibt es über das neue Projekt "Fight Hate" eine mittelfristige Absicherung. Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark hatte als Fördernehmerin "Helping Hands Graz - Verein für integrative und antirassistische Projekte" das Projekt für die Förderung eingereicht und eine Zusage erhalten.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine "community-orientierte Präventionsarbeit gegen Extremismus, Diskriminierung und Hass in Österreich". Anlass seien insbesondere die Razzien im Zusammenhang mit Hasskriminalität gewesen, die ihren Ausgangspunkt in der Steiermark nahmen und die Dimension des Hasses und der Gewalt gegen die LGBTIQ-Community sichtbar gemacht hätten.
Am Projekt beteiligt sind auch die RosaLila PantherInnen und weitere Partnerorganisationen in ganz Österreich. Es gehe um die Beratung und die Stärkung von Gruppen, die von Hass betroffen sind. Mit dem Projekt sollen unter anderem Workshops zu Themen wie der Erkennung von Extremismus, Radikalisierungstendenzen und manipulativen Narrativen, dem Umgang mit Hate speech und Hate crimes, digitale Medienkompetenz und Zivilcourage sowie Stärkung der demokratischen Teilhabe und Selbstschutz und kollektive Resilienz durchgeführt werden. Die von der Antidiskriminierungsstelle entwickelte BanHate-App wird ebenfalls weiter betrieben.
Mit der Förderung seien Kündigungen abgewendet worden, allerdings liege "die Verantwortung der dauerhaften finanziellen Absicherung der Antidiskriminierungsstelle als wichtiges Angebot für die Steiermark nach wie vor bei der Landesregierung", hieß es in der Aussendung des Sozialministeriums.
Zusammenfassung
- Die Antidiskriminierungsstelle Steiermark erhält vom Sozialministerium 490.000 Euro für das Projekt "Fight Hate" und ist damit bis Ende Oktober 2027 gesichert.
- Nach dem Wegfall der Landesförderung im Sommer 2025, der 90 Prozent des Budgets ausmachte, übernahmen Stadt Graz (85.000 Euro) und SPÖ Graz (80.000 Euro) eine Übergangsfinanzierung.
- Mit dem Projekt werden Präventionsmaßnahmen gegen Extremismus und Hass umgesetzt, unter anderem Workshops, Beratung und die Weiterführung der BanHate-App, wobei die dauerhafte Finanzierung weiterhin als Aufgabe der Landesregierung gilt.
