Kopf: "Es ist damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit steigt"

23. Nov 2021 · Lesedauer 1 min

Durch den Lockdown wird es zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Kurzarbeitsanträge kommen, sagt AMS-Vorstand Johannes Kopf im PULS 24 Interview.

Mit dem neuen Lockdown "ist damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit steigt", sagt AMS-Vorstand Johannes Kopf. Im Vergleich zu den Zahlen 2019 "starten wir mit einem Minus über 10.000 Personen. Damit hatten wir Corona wieder aufgeholt", erklärt er im PULS 24 Interview. Kopf gehe davon aus, dass die die Zahl der Arbeitslosen und der Personen in Schulungen im Dezember von 350.000 auf 400.000 Personen ansteigen wird.

Kopf plädiert zur Kurzarbeit

Der Anstieg lasse sich allerdings nicht ausschließlich auf den Lockdown zurückführen. Der "Effekt des Wetters" komme genauso dazu, wie die saisonale Arbeitslosigkeit. Mit dem ersten Schnee könne beispielsweise im Tiefbau nicht mehr weitergearbeitet werden, erklärt der AMS-Vorstand.

Kopf appelliert im PULS 24 Interview an die Branchen, die vom Lockdown betroffen sind: "Halten Sie ihr Personal". Arbeitgeber aus dem Handel oder der Gastronomie rät er daher die eigenen Angestellten in Kurzarbeit zu schicken. Aufgrund der Kürze des Lockdowns rechne Kopf mit einem Anstieg der Kurzarbeitsanträge im Vergleich zu den letzten Lockdowns. Denn viele hätten nun "gelernt mit dem Wahnsinn zu leben", meint Kopf.

Angela PerkonigQuelle: Redaktion / pea