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Ab September: Burgenland stellt Pflegekräfte in Ausbildung an

27. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Das Land Burgenland stellt ab dem kommenden September angehende Pflegekräfte an. Schülerinnen und Schüler in der Pflegeausbildung erhalten dann 750 Euro brutto pro Monat und sind sozialversicherungsrechtlich abgesichert.

Das kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz an. Im Gegenzug verpflichten sie sich dazu, so lange, wie die Ausbildung dauert, im Anschluss an diese im Burgenland zu arbeiten.

Anstellung teils optional

An der Schule für Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH) in Eisenstadt und Oberwart ist das Anstellungsmodell verpflichtend. "Die KRAGES-Schule hat den Zweck, den Bedarf der KRAGES, den Bedarf im Land abzudecken", betonte Doskozil. Sollten darüber hinaus noch Plätze zur Verfügung stehen, könnten diese auch an Schüler vergeben werden, die sich nicht binden wollen. An der Fachhochschule, die 2024 zur Gänze die Ausbildung zum gehobenen Dienst übernimmt, ist die Anstellung optional. Angeboten wird sie zudem auch Schülern der KRAGES, die sich bereits mitten in ihrer Ausbildung befinden.

Angebot soll Personalnot entgegenwirken

Anstellen lassen können sich die angehenden Pflegekräfte entweder bei der KRAGES oder beim Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt sowie bei der Sozialen Dienste Burgenland GmbH, die vier Alten- und Pflegewohnheime betreibt. Prinzipiell stehe das Modell aber auch allen anderen Dienstgebern offen, meinte KRAGES-Geschäftsführer Hubert Eisl. Absolventen für den gehobenen Dienst verpflichten sich für drei Jahre, Pflegefachassistenten für zwei und Pflegeassistenten für ein Jahr.

Mit diesem Modell soll der Personalnot im Gesundheitsbereich entgegengewirkt werden. "Es wird immer wieder sukzessive schwieriger, Menschen zu begeistern und in dieses Berufsfeld zu bekommen", betonte Doskozil. Deshalb sei es wichtig, die Ausbildung attraktiver zu machen. "Alle dienstnehmerabhängigen Rechte wie Vorrückung beginnen bereits ab dem ersten Tag der Ausbildung zu laufen", sagte der Landeshauptmann. Gleichzeitig erleichtere das Modell auch die Personalplanung der Krankenhäuser.

Quelle: Redaktion / koa