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3,5 Millionen EU-Bürger wollen in Großbritannien bleiben

14. Mai 2020 · Lesedauer 2 min

Das britische Innenministerium hat inzwischen mehr als 3,5 Millionen Anträge von EU-Bürgern auf ein Bleiberecht in Großbritannien nach dem Brexit erhalten. Großbritannien hat die EU zwar am 31. Jänner bereits offiziell verlassen, in der Übergangsphase bis Ende des Jahres ändert sich aber so gut wie nichts. Wie viele Menschen aus EU-Staaten genau im Vereinigten Königreich leben, ist unklar.

Das britische Innenministerium hat inzwischen mehr als 3,5 Millionen Anträge von EU-Bürgern auf ein Bleiberecht in Großbritannien nach dem Brexit erhalten. Großbritannien hat die EU zwar am 31. Jänner bereits offiziell verlassen, in der Übergangsphase bis Ende des Jahres ändert sich aber so gut wie nichts. Wie viele Menschen aus EU-Staaten genau im Vereinigten Königreich leben, ist unklar.

EU-Bürger, die in dem Land leben oder bis zum Ende der Übergangsperiode dort ihren Wohnsitz haben, haben noch bis zum 30. Juni 2021 Zeit, einen Antrag auf das Recht zur Niederlassung zu stellen. Bisher durften sie ohne weiteres in Großbritannien leben und arbeiten.

Nach Schätzungen leben ungefähr 3,5 Millionen im Vereinigten Königreich. Die Zahl der Neueinwanderer aus der EU ist seit dem Brexit-Votum im Jahr 2016 kontinuierlich zurückgegangen. Trotzdem wandern immer noch mehr EU-Bürger nach Großbritannien ein als aus.

Die britische Regierung verhandelt derzeit mit der EU-Kommission über ein Anschlussabkommen für die Zeit nach der Übergangsphase. Doch die Gespräche gestalten sich schwierig. Eine vorletzte Verhandlungsrunde geht am Freitag zu Ende, bevor im Juni über eine mögliche Ausdehnung der Übergangsphase entschieden werden soll. Premierminister Boris Johnson hat jedoch bereits klargemacht, dass er auf keinen Fall eine Verlängerung will. Im Notfall will er ohne Anschlussabkommen austreten - obwohl dann mit erheblichen Nachteilen für die in der Coronakrise ohnehin geschwächte Wirtschaft gerechnet wird.

Quelle: Agenturen