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17 Migranten bei Schiffbruch vor libyscher Küste gestorben

25. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

17 Migranten sind bei einem Schiffbruch vor der libyschen Küste ums Leben gekommen. 82 Überlebende wurden nach dem Unglück von der libyschen Küstenwache nach Libyen zurückgeführt, meldete die Initiative Alarm Phone, die sich für die Seenotrettung von Migranten einsetzt. "In Libyen sind die Überlebenden nicht sicher", protestierte das Hilfsnetzwerk am Montag per Twitter. 370 Bootsmigranten, die am Samstag aus Seenot gerettet wurden, werden indes auf Augusta erwartet.

Auf Lampedusa traf inzwischen ein Schlauchboot mit 45 Migranten an Bord ein. "Nach zwei schwierigen Tagen auf See haben die aus Libyen abgefahrenen Migranten Lampedusa erreicht. Jetzt sollten sie nicht in einem Quarantäneschiff eingesperrt werden, sondern in einem sicheren Ort am Land untergebracht werden", so Alarm Phone.

Das Hilfsschiff "Ocean Viking" mit mehr als 370 aus Seenot geretteten Bootsmigranten wird am Montag im sizilianischen Hafen Augusta erwartet. Die Crew hatte sich mit der Bitte um Aufnahme an Malta und Italien gewandt. Eine Hochschwangere war schon vorher von den italienischen Behörden auf die Insel Lampedusa geflogen worden.

Libyen dient vielen Migranten und Flüchtlingen als Transitland, bevor sie die lebensgefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa wagen. In dem Bürgerkriegsland werden Ausländer ohne gültige Papiere in Lagern mit katastrophalen Zuständen festgehalten.

Quelle: Agenturen