APA/APA/Médecins sans Frontières (MSF)/HANDOUT

1.046 Flüchtlinge warten im Mittelmeer auf Landehafen

29. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

1.046 Flüchtlinge warten im zentralen Mittelmeer an Bord von zwei NGO-Schiffen auf einen Landehafen. Das berichten italienische Medien am Freitag. Das von der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" betriebene Rettungsschiff "Geo Barents" hat die italienischen Behörden um einen Landehafen für die 659 Menschen an Bord gebeten, die bei verschiedenen Rettungseinsätzen in Sicherheit gebracht wurden. Weitere 387 Menschen befinden sich auf dem Rettungsschiff "Ocean Viking".

"Trotz unserer Bemühungen, diesen Frauen, Männern und Kindern ausreichend zu essen und zu trinken zu geben, leiden viele von ihnen aufgrund der Hitze an Dehydrierung: Sie haben immer noch keine Chance, von Bord zu gehen. Sie brauchen einen sicheren Hafen", heißt es von SOS Méditerranée, das die "Ocean Viking" betreibt.

Ein drittes Schiff, die "Sea Watch", ist mit 438 Menschen auf dem Weg nach Tarent in der süditalienischen Region Apulien. Die italienischen Behörden haben dem zivilen Rettungsschiff diesen Hafen zugewiesen. Dort soll es am Samstag eintreffen.

Etwa 37.000 Menschen sind nach Fahrten über das Mittelmeer seit Anfang 2022 in Italien eingetroffen. Im Vergleichszeitraum 2021 waren es 27.474 und im Jahr 2020 11.965 gewesen, wie das Innenministerium in Rom mitteilte. Die Migrantenankünfte drohen zu einem heißen Wahlkampfthema in Italien zu werden. Das Land wählt am 25. September ein neues Parlament. Ein Bündnis aus Mitte-Rechts-Parteien, darunter die ausländerfeindlichen Parteien Lega und Fratelli d'Italia (Brüder Italiens/FdI), könnten laut Umfragen die Wahlen gewinnen.

Quelle: Agenturen