APA - Austria Presse Agentur

Wolfgang Ambros rockte Wiener Zentralfriedhof vor 9.000 Fans

08. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Am Zentralfriedhof woar'a Stimmung, wia's sei Lebtog no net woar - das lässt sich für Mittwochabend zweifelsfrei sagen.

Wolfgang Ambros spielte mit der originalen Begleitband der legendären Austria 3 vor der Lueger-Kirche am berühmten Totenacker in Wien auf und nur Tote hielt es auf ihrem Platz. Tausende Fans kamen zum Gratiskonzert "Nachklang", saßen auf Wiesen und den wenigen Sitzplätzen. 

Eigentlich hätte das "Nachklang Konzert" ja bereits im Vorjahr auf dem größten Friedhof Österreichs stattfinden sollen - es wurde dann aber wie so vieles ein Opfer von Covid. Ein Nachklang zur Pandemie wurde der Abend für die unter 3G-Bedingungen zugelassenen Besucherinnen und Besucher angesichts steigender Infektionszahlen nun zwar nicht, aber doch immerhin ein starkes Lebenszeichen am Totenacker.

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Es bebte der Zentralfriedhof

Der Abend am Friedhof wurde dabei zum Heimspiel für Ambros. So harrte die Menge von Beginn weg unter "Wolferl"-Rufen auf seine unsterbliche Ortshymne "Es lebe der Zentralfriedhof", die dann nach einer Stunde den krönenden Höhepunkt des Abends darstellte. "Mein Herzenssong ist es nicht gerade - denn es ist sehr anstrengend", hatte Ambros zuvor seine Hassliebe zum Lied im APA-Interview gestanden: "Ich singe es, weil es die Leute hören wollen."

Wien-Konzert zum 70er geplant

Aber natürlich fehlte neben zahlreichen weiteren Hits aus dem Austria-3-Universum wie "Für immer jung" und "I am from Austria" als Zugaben auch nicht "Da Hofa", der bald 50. Geburtstag feiert. Die passende Jubiläumstour musste Ambros ebenfalls wegen Corona auf kommendes Jahr schieben. Am 19. März, dem Tag seines 70. Geburtstags, will Ambros dann aber wieder seine Fans in Wien beglücken - und dann mit seiner eigenen Band und nicht der Formation Wir 4 im Schlepptau, die aus der Austria-3-Band rund um Ulli Bäer, Gary Lux, Harald Fendrich und Harry Stampfer besteht. Auch ist der Spielort dann ein anderer, will Ambros dann doch die Stadthalle zum Beben bringen - und somit einigen Abstand zu Mausoleen und Ehrengräbern halten.

Quelle: Agenturen