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Weihe der Riesenorgel im Stephansdom verschoben

27. März 2020 · Lesedauer 2 min

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die für Ostersonntag geplante Weihe der Riesenorgel auf der Westempore des Wiener Stephansdom auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, berichtete die Kathpress am Freitag.

Mit ihren 185 Registern und 15.000 Pfeifen ist das Instrument die größte Orgel Österreichs. Für das monumentale Klanginstrument wurden große Teile der alten Domorgel in einer neuen Konzeption verwendet, die auf die Raumakustik genau abgestimmt ist.

Am Ostersonntag jährt sich zum 75. Mal die Zerstörung des Doms durch den Brand am 11./12. April 1945, dem die Alte Riesenorgel zum Opfer fiel. Nach dem Krieg hatte ab 1956 der Wiener Orgelbauer Johann M. Kauffmann (1910-1965) in vierjähriger Bauzeit eine neue Riesenorgel errichtet, die aber in den 1990er-Jahren stillgelegt wurde.

In den vergangenen drei Jahren wurde diese Orgel zunächst bis auf das Gehäuse abgebaut. Ein Großteil der alten Orgelpfeifen wurde zur Firma Rieger nach Vorarlberg gebracht, überprüft, gesäubert und in der Folge beim Wiederaufbau der u.a. durch eine andere Aufstellung der Orgelregister grundlegend überarbeiteten Riesenorgel in ein neues Klangkonzept integriert.

Das Osterhochamt selbst mit Kardinal Christoph Schönborn findet dagegen unter Einhaltung aller Corona-Sicherheitsmaßnahmen am Ostersonntag um 10.30 Uhr statt und wird live auf ORF 2 übertragen.

Quelle: Agenturen