APA - Austria Presse Agentur

Wattens: Kristallbaum "Silent Light" mit Schnee komplettiert

Juli 01, 2020 · Lesedauer 3 min

Der von Tord Boontje und Alexander McQueen entworfene und auf den Namen "Silent Light" getaufte Kristallbaum hat in den Swarovski Kristallwelten in Wattens einen Platz in einer neuen Wunderkammer erhalten. In dem 65 Quadratmeter großen und rund fünf Meter hohen Raum wird dem Baum eine Schneeinstallation zur Seite gestellt.

Ab 1. Juli können Besucher der Kristallwelten nunmehr durch knirschenden Schnee stapfen und sich an dem Kristallbaum und seiner neuen, authentisch-winterlichen Einbettung erfreuen. Folglich sollte man sich auch warm anziehen, denn in der Wunderkammer kann es bis zu Minus zehn Grad kalt sein.

Insgesamt sei das eine optimale Situation für das Kunstwerk, wie Carla Rumler, Cultural Director bei Swarovski, im APA-Gespräch in Wattens sagte: "Boontje hatte ja schließlich schon ursprünglich die Intention, dass man den Baum, der seit 2015 bei uns in Wattens ist, inklusive Schnee, Kälte und somit mit allen Sinnen erleben kann." Bisher sei das vor allem auch an der technischen Machbarkeit gescheitert, so Rumler. "Erst durch die Kooperation mit der Firma Technoalpin Austria ist diese Idee 2018 realistisch geworden", hob sie hervor.

Wichtig sei nämlich vor allem die naturnahe Qualität des Schnees. "Experimente mit Kunstschnee hatten wir zuvor recht schnell wieder verworfen", erklärte sie. Eine solche Beschneiung und Schneedecke wäre schließlich auch überhaupt nicht im Sinne der Künstler gewesen, fügte sie hinzu. Das Kunstwerk werde jetzt aber endlich komplettiert, betonte Rumler.

Der Weg zur Installation in ihrer jetzigen Form, die vor allem bei sommerlichen Temperaturen surreal-poetisch anmutet, war herausfordernd. "Die typische Größe von Schneeräumen liegt zwischen sieben und zehn Quadratmetern", erklärte Matthias Illmer, Geschäftsführer von Technoalpin Austria. In einem Zeitraum von zwei Jahren habe man vor allem auch daran gearbeitet, dass die Technik für die Besucher möglichst wenig sichtbar und vor allem leise sei. "Die Verquickung von Kunst, Publikumserwartungen und Technik war komplex", fügte er hinzu.

Im Pulverschneeumfeld bekommt man jetzt aber nicht nur den Kristallbaum selbst zu sehen, der je nach Schneelage und Eiszapfenbehang unterschiedlich wirkt und erscheint, sondern auch eine Art Grotte, die dem bereits verstorbenen Alexander McQueen gewidmet ist. Dort will man laut Rumler auf einem Monitor unter anderem Fashion-Shows von Alexander McQueen zeigen und damit einen "Kontrapunkt zum Naturerleben im restlichen Raum" setzen. Insgesamt soll der Raum jedenfalls dem "poetischen Schneefall" verpflichtet sein, wie es Stefan Isser, Geschäftsführer der D. Swarovski Tourism Services GmbH, ausdrückte.

(S E R V I C E - https://kristallwelten.swarovski.com/Content.Node/wattens/index.de.html)

Quelle: Agenturen