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Waalkes wird gerne mit einem animierten Faultier alt

15. März 2022 · Lesedauer 3 min

Seit 20 Jahren verleiht Otto Waalkes dem Faultier Sid aus der "Ice Age"-Filmreihe seine unverwechselbare Stimme. Ab 25. März wird sie in einem Spin-off namens "Die Abenteuer von Buck Wild" auf Disney+ wieder zu hören sein. "Ich bin sehr stolz darauf, Sid zu sprechen", sagt Waalkes bei einem Gruppeninterview zum neuen Film. Auch wenn seine Figur dieses Mal etwas kürzertreten müsse, würden Sid-Fans auf ihre Kosten kommen, so der Komiker.

"Es freut mich sehr, dass man nach 20 Jahren immer noch an Otto denkt und ihn einsetzt. Mit einem Faultier alt zu werden, macht Spaß", sagte Waalkes. Dabei ist an ein "Ice Age" in deutscher Fassung ohne den 73-jährigen Ostfriesen kaum zu denken, sind doch Sid und das Säbelzahn-Eichhörnchen Scrat die heimlichen Stars der Filmreihe. Waalkes, bei dem ein großes Scrat-Modell zuhause steht, stimmt dem zu. Doch: "Merkwürdigerweise denken die Produzenten nicht so, sonst würden sie jetzt nicht Buck Wild als Hauptfigur nehmen."

Tatsächlich stehen in dem neuen Film die beiden Opossumbrüder Crash und Eddie mit dem einäugigen Wiesel Buck Wild im Rampenlicht. "Die sind auch überall sehr beliebt", meint Waalkes. Es verschlägt die Opossums in die aus dem dritten "Ice Age"-Film bekannte "Verlorene Welt", in der Dinosaurier ihr Unwesen treiben und auch Buck Wild lebt. Sid, der Säbelzahntiger Diego und das Mammut Manfred rücken daraufhin aus, um sie zu befreien. "Am Schluss bringen sie die Familie wieder zusammen", verrät der Komiker.

Auch wenn "der Held etwas zurückgehalten" wird, wie es Waalkes formuliert, gab es in einem Studio in Hamburg genug für ihn zu tun. "Wenn man 700 Takes einzeln aufnimmt, braucht man eine ganze Woche oder länger dafür. Da sitzt man stundenlang und denkt, was soll das. Das begreift man dann erst, wenn man es im Zusammenhang sieht." Immer noch erreicht ihn Fanpost und bitten ihn Kinder, Sid zum Besten zu geben. "Es ist schmeichelhaft, wenn vom Publikum die ganze Arbeit in den dunklen Studios so honoriert wird", freut sich der Faultier-Sprecher.

Ausschlaggebend für den Erfolg der Reihe war wohl der erste Teil, der die ungleiche Herde sofort in die Herzen der Zuseherinnen und Zuseher katapultierte. "Dass der Erfolg mir allein zuzuschreiben ist, glaube ich nicht. Aber die Amerikaner haben mich ausgesucht und waren clever genug, viel Otto-Spezifisches in dieser Rolle zuzulassen", schildert Waalkes. Gemeinsam mit dem Faultier habe er etwa dessen "Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Charme und die Respektlosigkeit in bestimmten Dingen". Als faul würde er sich selbst und Sid jedoch nicht bezeichnen. "Der Name ist irreführend. Die Ur-Faultiere waren sehr überlebensfreudig und wendig - mussten sie ja auch sein wegen der ständigen Meteoriteneinschläge und der eisigen Temperaturen", schmunzelt der Komiker.

Sid wird noch mehrere Abenteuer erleben. "Natürlich" werden weitere Filme folgen, ist Waalkes überzeugt. Zwischenzeitlich wurden viele neue Charaktere ins "Ice Age"-Universum eingeführt. In Zukunft dürfte es wieder besinnlicher werden. Sid treffe etwa seine alte vermeintliche Mutter wieder. Und: "Er wird auch eine Familie gründen und zum Patriarchen werden. Darauf läuft es wohl letztlich hinaus." Ob die kommenden Abenteuer das Potenzial haben, Waalkes' Lieblingszitate von Sid abzulösen, wird sich aber erst weisen. "Meine Füße schwitzen" aus dem ersten Film ist schwer zu toppen.

Quelle: Agenturen