APA - Austria Presse Agentur

US-Festival wirft Rapper DaBaby wegen Homophobie aus Line-up

02. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Das Lollapalooza-Festival in Chicago cancelte den Auftritt von US-Rapper Da Baby wegen seinen Äußerungen über Homosexuelle und die Krankheit Aids.

Wie die US-Zeitung "Washington Post" berichtete, forderte der Rapper seine Zuschauer bei einem Konzert in Miami Gardens die Zuschauer auf, ihre Handytaschenlampen in die Luft zu halten, wenn sie nicht homosexuell oder von HIV/Aids betroffen seien. Außerdem soll der 29-Jährige verbreitet haben,  dass Aids-Kranke innerhalb weniger Wochen sterben würden. 

Die Veranstalter des Lollapalooza Festival strichen den Rapper aus dem Programm. Das Festival beruhe auf Werten wie Vielfalt, Inklusivität, Respekt und Liebe, teilten sie auf Twitter mit. DerRapper soll durch Young Thug und G Herbo ersetzt werden. 

 

Die Kritik für DaBabys Aussagen folgte umgehend. Elton John, der sich seit Jahrzehnten für den Kampf gegen Aids engagiert und dafür zum Beispiel jährlich eine riesige Gala ausrichtet, schrieb auf Twitter, Homophobie und falsche Informationen im Zusammenhang mit HIV befeuerten Stigmatisierung und Diskriminierung. "Das ist das Gegenteil von dem, was unsere Welt braucht, um die Aids-Epidemie zu bekämpfen".

DaBaby entschuldigte sich auf Twitter bei seinen Fans. Seine Aussagen seien "unsensibel" gewesen, schrieb er, er habe nicht die Absicht gehabt, jemanden zu beleidigen.

DaBaby war 2019 mit seinem Album "Baby on Baby" in den USA bekannt geworden, seine zwei Folgealben "Kirk" und "Blame It on Baby" erreichten den ersten Platz der Charts. Der Musiker aus Charlotte (North Carolina) war mehrfach für den Musikpreis Grammy nominiert.

Quelle: Agenturen