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Thomas Stangl erhält Sarah-Samuel-Preis für Kurzprosa

Juni 26, 2020 · Lesedauer 2 min

Thomas Stangl erhält für seinen Erzählband "Die Geschichte des Körpers" (Droschl Verlag) den mit 10.000 Euro dotierten Sarah-Samuel-Preis für Kurzprosa. Das gab die Universität Salzburg am Freitag bekannt. Laut der Jury unter dem Vorsitz von Klaus Kastberger erkundet Stangl "nichts Geringeres als das Leben, die Welt, die Wirklichkeit - oder was wir jeweils dafür halten".

Weiters heißt es in der Jurybegründung: "In den teils äußerst verdichteten und kurzen Texten, die durch feine motivische Anspielungen wie von Zauberhand verbunden scheinen, geschieht etwas mit Raum und Zeit, mit Innen und Außen - und so manche Sicherheit verrutscht."

Thomas Stangl, 1966 in Wien geboren, studierte Philosophie sowie Hispanistik und lebt in Wien. Sein erster Roman "Der einzige Ort brachte" ihm den aspekte-Preis (2004) für das beste deutschsprachige Debüt ein. In den Folgejahren erhielt er u. a. den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft (2007), den Telekom-Austria-Preis beim Bachmann-Preis (2007), den Alpha-Literaturpreis (2010), den Erich-Fried-Preis (2011), den Wortmeldungen-Literaturpreis und den Schillerpreis (beide 2019) sowie den Johann-Friedrich-von-Cotta-Literaturpreis der Stadt Stuttgart (2020). Im Droschl Verlag erschienen u.a. seine Romane "Fremde Verwandtschaften" (2018), "Regeln des Tanzes" (2013) oder "Was kommt" (2009).

Der Sarah-Samuel-Preis für Kurzprosa wird jährlich in einer Kooperation zwischen dem Literaturarchiv Salzburg und dem Literaturhaus Graz für einen oder mehrere auf Deutsch verfasste und im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr erschienene, narrative Kurzprosatexte eines Autors oder einer Autorin vergeben. Das Preisgeld wird von Gerlinde und Harald Niederreiter gestiftet.

Quelle: Agenturen