APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH

Starkes Debüt von Igor Levit bei der Mozartwoche

29. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die Freude bei der Salzburger Mozartwoche ist groß, denn nach dem letztjährigen Ausfall des Festivals, kann es dieses Jahr wieder mit vollem Programm stattfinden. Dennoch verlief nicht alles reibungslos, denn es gab bis zuletzt einige Absagen. Für das Konzert im Großen Festspielhaus mit Robin Ticciati und Igor Levit erwies sich dies am Samstag jedoch als sehr positiv.

Für Pianist Igor Levit, der für Maria Joao Pires und Martha Argerich einsprang, wurde das Konzert in A-Dur für Klavier und Orchester zum Debüt bei der Mozartwoche, Robin Ticciati ist trotz seines jungen Alters von 39 Jahren schon seit 2009 regelmäßig zu Gast bei dem Festival und übernahm das Dirigat für Daniel Barenboim. Was beide einte: eine sanfte, aber bestimmte Hand für Mozarts Musik.

Die Zwischenmusiken zum Schauspiel "Thamos, König in Ägypten", mit denen Ticciati und die Wiener Philharmoniker das Konzert eröffneten, erinnerten an eine der beiden großen szenischen Produktionen, die in Rolando Villazons erstem Mozartwochenzyklus tatsächlich stattfinden konnten. Doch brauchte Ticciati weder Darsteller noch Kulisse, um eine feierliche, mit Detailliebe und klug gesetzten Akzenten gespickte Geschichte erzählen zu können.

Über diesen festlich ausgerollten Teppich schritt anschließend Igor Levit mit Mozarts Klavierkonzert KV 414. Das Werk, das Mozart 1782 in einem Brief an seinen Vater selbst als gleichermaßen interessant und klangschön für Kenner wie Nichtkenner beschrieb, fällt durch seinen poetischen Charakter auf, dem Levit mit sanfter Hand und einem gut dosierten Gespür für Ruhe und Innehalten voll und ganz nachspürte. Das Publikum war von dieser gefühlvollen Mozartinterpretation mehr als begeistert und spendete großen Applaus und Bravorufe.

Nach der Pause ging es mit einem Mozartwochen-Klassiker weiter, der "Linzer Symphonie". Ein Werk, das den Wiener Philharmonikern nicht nur bei der Mozartwoche schon öfter über den Weg gelaufen ist. Routine kam deshalb keine auf, Ticciati hielt das Orchester mit tanzenden Tempi gut auf Trab. Mozart schrieb das Werk 1783 während eines Zwischenstopps in Linz, als er sich auf der Reise von Salzburg nach Wien befand. In seine Heimat kehrte er danach bis zu seinem Tod nie wieder zurück. Für Robin Ticciati bleibt dies hoffentlich nicht der letzte Besuch an der Salzach. Das Publikum würde sich dies dem großen Schlussapplaus nach zu urteilen ebenfalls wünschen.

(S E R V I C E - https://mozarteum.at/mozartwoche#info)

Quelle: Agenturen