APA - Austria Presse Agentur

Sebastian Fitzek und die Sache mit dem Blut

11. Okt 2021 · Lesedauer 2 min

Der Thrillerautor Sebastian Fitzek (49) kann es gut ertragen, auch mal Blut zu sehen. "Damit habe ich überhaupt kein Problem", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Sonst hätte ich wahrscheinlich auch gar nicht erst diesen wahnwitzigen Gedanken, Tiermedizin studieren zu wollen, in die Tat umgesetzt. Das habe ich drei Monate gemacht und dann gemerkt: "Das ist überhaupt nichts für mich. Aber nicht wegen des Blutes."

Beim Sezieren eines Hundes seien es tatsächlich eher die Dämpfe gewesen, also das Formalin, das er nicht habe aushalten können. "Aber auch das war nicht der Grund, weshalb ich abgebrochen habe", sagte Fitzek. Er sei jemand, der sich gern Dinge selbst erschließe, auch mithilfe von Literatur und Mentorinnen und Mentoren. "Das war bei diesem Studium schlecht möglich."

"Was ich schon in der Schule nicht konnte: Ruhig sitzen, dem Lehrer oder der Lehrerin folgen und es danach wirklich verstanden haben", sagte Fitzek. In einer Vorlesung habe damals ein Professor zu einem Bild alle Muskeln des Pferdes vorgelesen. "Und ich dachte: "Das kann doch nicht sein, das ist eine Pflichtvorlesung. Da kann mir ja auch jemand ein Telefonbuch vorlesen.""

Fitzek hat schon etliche Bestseller geschrieben. Am Mittwoch (13. Oktober) wird er 50 Jahre alt. Demnächst erscheint sein neues Buch "Playlist", zudem wird er Moderator der Fernsehsendung "Riverboat".

Seinen Ausflug in die Tiermedizin hat Fitzek damals schnell wieder beendet. "Ich hätte nach dieser Pflichtvorlesung - für mich zwei Stunden verschenkte Lebenszeit - zuhause mindestens nochmal zwei Stunden das Gleiche machen müssen, um es zu verstehen", sagte der Autor. "Das wäre also doppelte Studienzeit für mich gewesen, und das wollte ich nicht. Und dann habe ich Jura studiert. Da gab es fast keine Anwesenheitspflicht und ich habe mir vieles selbst beigebracht. Das war für mich genau das Richtige."

Quelle: Agenturen