Edward Norton bei der Premiere von Glass Onion: A Knives Out MysteryAFP

Schauspieler Edward Norton ist mit Pocahontas verwandt

04. Jan. 2023 · Lesedauer 3 min

In der Familie des "Glass Onion"-Darstellers Edward Norton hielt sich eine Familienlegende hartnäckig: Dass eine Verwandtschaft zur indigenen Heldin Pocahontas bestünde. Wie sich nun herausstellte, handelt es sich dabei um eine Tatsache.

Norton trat in der Show "Finding Your Roots" des US-Senders PBS auf. Wöchentlich werden in der Sendung die Geschichte der Vorfahren prominenter Gäste erforscht. Moderator Henry Louis Gates Jr. enthüllte in der Premiere der 9. Staffel, dass die Wurzeln Nortons tatsächlich bis zu Pocahontas zurückreichen würden und er ein direkter Nachfahre sei: "Pocahontas ist tatsächlich deine 12. Urgroßmutter".

Ein sichtlich fassungsloser Norton fragte Gates, woher er wüsste, dass er mit ihr verwandt sei. Der Moderator meinte, sie hätten einen "direkten Papiernachweis" und es bestehe kein Zweifel. "Das ist so weit zurück, wie man nur gehen kann", sagte Norton zu der Enthüllung. 

Indigene Prinzessin am englischen Königshof

Pocahontas spielte als Vermittlerin zwischen den Stämmen der Virginia-Algonkin und den englischen Kolonisten eine wichtige Rolle. Am 5. April 1614 heiratete sie den Plantagenbesitzer John Rolfe in Jamestown, Virginia und bekam mit ihm einen Sohn namens Thomas Rolfe. Sie konvertierte zum Christentum und nannte sich später Rebecca Rolfe.

Am englischen Königshof war Pocahontas als "indigene Prinzessin" und Botschafterin ihres "königlichen" Vaters Häuptling Powhatan zu Gast. Entgegen der Storyline im beliebten gleichnamigen Disney-Film, gab es nie eine romantische Beziehung zwischen ihr und John Smith. 1617 verstarb sie in England und wurde dort beigesetzt.

Neben Norton zählen noch zahlreiche weitere berühmte Persönlichkeiten als direkte Nachfahren von Pocahontas, unter anderem die frühere First Lady Nancy Reagan oder Ex-US-Präsident George W. Bush.

Sklavenbesitzer als Vorfahren

Norton erfuhr während seiner Auftritts noch mehr über seine familiäre Vergangenheit. Gates erzählte ihm, dass seine Vorfahren Sklaven besessen haben. Sein Urgroßvater dritten Grades hielt "sieben Menschen gefangen", darunter einen 55-jährigen Mann, eine 37-jährige Frau und fünf Mädchen im Alter zehn, neun, acht, sechs und vier Jahren, erklärte der Moderator. 

Auf die Frage, wie er sich mit dieser Information fühle, meinte Norton "die kurze Antwort ist, dass diese Dinge unangenehm sind [...]. Jeder sollte sich dabei unwohl fühlen." Er fügte hinzu, dass es "ein Urteil über die Geschichte dieses Landes" sei, mit dem man sich auseinandersetzen müsse. "Wenn man 'Sklave, Alter 8' liest, möchte man einfach nur sterben."

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz