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Regielegende Jean-Luc Godard ist tot

13. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Die französisch-schweizerische Filmlegende Jean-Luc Godard ist Medienberichten zufolge im Alter von 91 Jahren gestorben.

Der Regisseur Jean-Luc Godard ist laut einem Bericht der französischen Zeitung "Libération" gestorben. Godard gehörte mit revolutionären Filmen wie "Außer Atem" und "Die Verachtung" zu den Mitbegründern der sogenannten Nouvelle Vague der 1960er Jahre.

Geboren wurde Godard am 3. Dezember 1930 in Paris. Er gehörte zu den bedeutendsten Regisseuren Frankreichs und hat weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus das Kino beeinflusst. Dabei machte er sich allen voran durch experimentelle Erzählstrukturen und Gestaltungsformen einen Namen. 2010 erhielt er den Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

Mit seinem 1960 veröffentlichten Kinodebüt "Außer Atem" machte Godard nicht nur revolutionäre neue Filmtechniken wie Jump Cuts populär, sondern gleich auch seinen (vergangenes Jahr verstorbenen) Hauptdarsteller Jean-Paul Belmondo zum Star.

Nachdem Filme wie "Außer Atem" und "Die Verachtung" noch Handlungen im klassischen Sinn aufweisen, brach er als Vertreter der Nouvelle Vague in der Folge mit gängigen Formen des Kinos. Nach 1967 sprach Godard auch nicht mehr von Filmen, sondern von Bildern und Tönen. In seinem Spätwerk wurde der Regisseur noch radikaler und verzichtete in seinen collageartigen Arbeiten teils ganz auf handelnde Personen, wie etwa in "Bildbuch", für das er 2018 in Cannes mit einer Sonder-Palme ausgezeichnet wurde.

Stephan HoferQuelle: Agenturen / Redaktion / hos