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Petersdom mit modernster Technik laufend kontrolliert

16. Feb. 2026 · Lesedauer 2 min

Der Petersdom und seine Fundamente werden mit modernsten digitalen Techniken umfassend und laufend kontrolliert. Ziel des Monitorings ist es, bei bedrohlichen Veränderungen rasch reagieren zu können und die größte Kirche der Christenheit vor möglichen Schäden durch Erdbeben und Umwelteinflüsse zu bewahren. Die bisher weitgehend verborgen gebliebenen Maßnahmen wurden am Montag in einer Pressekonferenz im Vatikan vorgestellt, wie Kathpress berichtete.

Die technische Seite des Projekts, das im Wesentlichen bereits 2025 realisiert wurde, hat der italienische Energie- und Technologiekonzern Eni übernommen. Das Unternehmen stellte dem Vatikan nach eigenen Angaben dafür keine Kosten in Rechnung. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren bei der Wiederherstellung und Sicherung von erdbebengeschädigten Kirchen in L'Aquila und Norcia Erfahrungen gesammelt.

Die umfangreichen Untersuchungen im und unter dem Petersdom ergaben, dass die Basilika wegen ihres uneinheitlichen Untergrunds und durch den enormen Besucherandrang besonderen Gefährdungen ausgesetzt ist. Eine derart umfassende Untersuchung und Überwachung des Petersdoms hat es noch nie gegeben, wie Eni-Sprecher Claudio Granata betonte.

Sichtbare Risse, auch in einem der großen Vierungspfeiler, auf denen die große Kuppel von Michelangelo mit einem Gesamtgewicht von 14.000 Tonnen ruht, wurden erstmals bereits im 17. Jahrhundert dokumentiert. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurden immer wieder Veränderungen im Mauerwerk beobachtet. Mit dem neuen Monitoring sind den Angaben zufolge Veränderungen selbst im Millimeter-Bereich erfassbar.

In den vergangenen Jahren hatte es vereinzelte Berichte über Schäden im Deckengewölbe gegeben, insbesondere als Folge von Erdbeben. Rom liegt am Rand sehr aktiver Erdbebenregionen Mittel- und Süditaliens.

Die Basilika St. Peter in Rom wurde vor 400 Jahren, am 18. November 1626, von Papst Urban VIII. nach einer Bauzeit von 120 Jahren geweiht. Aus Anlass dieses Jubiläums sind zahlreiche liturgische und kulturelle Veranstaltungen im Vatikan geplant. Abschluss ist ein Papst-Gottesdienst am 18. November 2026.

Kein Dach-Restaurant

Im Zuge des Pressegesprächs dementierte Kardinal Mauro Gambetti, Chef der Dombauhütte, erneut italienische Medienspekulationen, wonach der Vatikan ein Restaurant auf dem Dach des Petersdoms plane. Vorgesehen sei lediglich eine Vergrößerung der bestehenden Snackbar, in der sich Pilger und Touristen vor oder nach der Besichtigung der Kuppel des Petersdoms stärken können. Angesichts der großen Besucherströme sei eine Verdoppelung der dafür genutzten Fläche geplant, sagte Gambetti.

(S E R V I C E - www.basilicasanpietro.va/en)

Zusammenfassung
  • Der Petersdom in Rom wird seit 2025 mit modernster digitaler Technik rund um die Uhr überwacht, um selbst kleinste Veränderungen im Millimeter-Bereich frühzeitig zu erkennen und Schäden durch Erdbeben oder Umwelteinflüsse zu verhindern.
  • Die umfassende Überwachung, die vom italienischen Energiekonzern Eni kostenfrei umgesetzt wurde, ist die erste ihrer Art und wurde am Montag im Vatikan vorgestellt.
  • Anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Weihe der Basilika St. Peter am 18. November 1626 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant; ein Restaurant auf dem Dach ist laut Vatikan jedoch nicht vorgesehen, wohl aber eine Verdoppelung der Snackbar-Fläche.