APA - Austria Presse Agentur

Österreich kürte Island zum Song-Contest-Gewinner 2020

18. Apr 2020 · Lesedauer 3 min

Island gewinnt den Eurovision Song Contest 2020 - wenn er denn stattgefunden hätte und nur Österreich abgestimmt hätte: Im Finale des Showtrios "Der kleine Song Contest" in ORF 1 setzten sich im Endspurt am Samstagabend Dadi Freyr und die Gruppe Gagnamagnid mit der trocken-ironischen Nummer "Think about Things" durch - gegen Malta und den heimischen Kandidaten Vincent Bueno.

Island gewinnt den Eurovision Song Contest 2020 - wenn er denn stattgefunden hätte und nur Österreich abgestimmt hätte: Im Finale des Showtrios "Der kleine Song Contest" in ORF 1 setzten sich im Endspurt am Samstagabend Dadi Freyr und die Gruppe Gagnamagnid mit der trocken-ironischen Nummer "Think about Things" durch - gegen Malta und den heimischen Kandidaten Vincent Bueno.

Zunächst hatte sich die ORF-Jury aus ESC-Altstars rund um Conchita, den Lissabon-Dritten Cesar Sampson und Veteranen wie Waterloo oder Petra Frey als Patrioten positioniert und als dritten Tagessieger nach den beiden Shows von Dienstag und Donnerstag Österreichs Kandidaten Vincent Bueno aufs Podest gehoben. Im abschließenden Publikumsvoting schließlich votierten 48 Prozent der Zuschauer jedoch nicht für die R'n'B-lastige, ohrwurmträchtige Nummer aus Österreich, sondern für die nordischen Nerds aus Island. Ebenfalls mit einem Stockerplatz zufriedengeben musste sich die erst 17-jährige Malteserin Destiny mit "All of My Love".

Auch wenn sich Vincent Bueno beim vom heimischen "Mr. Song Contest" Andi Knoll moderierten "kleinen" Wettbewerb nicht durchsetzen konnte, hat der 34-Jährige kommendes Jahr die Chance, sich beim dann richtigen Eurovision Song Contest in den Niederlanden zu beweisen. Der ORF wird den Sänger 2021 erneut ins Rennen schicken - mit einer noch nicht bekannten Nummer. "Alive" ist wie alle heurigen Songs nach der coronabedingten Absage des musikalischen Megawettbewerbs in Rotterdam von der European Broadcasting Union (EBU) für kommendes Jahr gesperrt worden.

Wer die ESC-Wartezeit bis dahin überbrücken möchte, für den ist übrigens auch nach dem "kleinen Song Contest" noch nicht Schluss. Schweden legt am 9. und 14. Mai nach, wenn in zwei Abendshows durch das Voting des Publikums bei "Eurovision: Sveriges 12:a" der Sieger gekürt wird. Einen regelrechten Stau gibt es dann am 16. Mai - dem eigentlich als Finalabend für Rotterdam vorgesehenen Datum.

Die BBC will hier unter dem Titel "Eurovision: Come Together" und mit der Moderation von Talklegende Graham Norton eine Mischung aus Best-of-Performances und heurigen Vertretern zeigen. In Deutschland hat Mastermind Stefan Raab für ProSieben am gleichen Tag den "Free European Song Contest" konzipiert, bei dem neben Sven Gätjen Österreichs ESC-Queen Conchita von der ORF-Jurorenrolle in jene der Moderatorin wechselt.

Und dann gibt es da ja noch die EBU als eigentlicher ESC-Mutter, der man damit in die Quere kommt. Schließlich hat man hier die zweieinhalbstündige Ersatzshow "Europe Shine a Light" konzipiert, die unter anderem alle 41 Teilnehmer zu einem virtuellen Chor sowie mit Teilen ihrer Beiträge vereint. Auf einen Wettbewerb wird hier - laut Veranstalterangaben, um die Ausfallshaftung der Versicherung nicht zu gefährden - jedoch verzichtet. Der ORF wird diesen ESC-Moment am 16. Mai ebenfalls übertragen.

Quelle: Agenturen